Fossil Collider HR Smartwatch im Review

Fossil Collider HR

Der US-amerikanische Hersteller Fossil ist bereits seit den 80er Jahren als Hersteller hochwertiger und moderner Uhren bekannt und geht seit einigen Jahren auch einen ganz neuen Weg mit seinen Smartwatches.
Bereits vor einem Jahr haben wir eine Fossil-Smartwatch, unter dem zur Fossil Group gehörenden, Label Skagen getestet. Die Skagen Falster 2 kam bei uns, trotz kleinerer Schwächen, sehr gut an.

In diesem Jahr präsentierte Fossil eine komplett neue Generation von Smartwatches, die man als Hybrid-Watches bezeichnen kann. Die Idee dahinter ist einfach, aber ziemlich clever. Die Hybrid-Smartwatches von Fossil, zu der auch die hier vorgestellte Fossil Collider HR Smartwatch gehört, verbinden das Beste aus der analogen und digitalen Welt. Eine zeitlose Armbanduhr mit analogen Zeigern, die über einem stromsparenden Display mit e-ink Technologie sitzen. Die Idee ist so gut, dass Google sich Teile der Technik Ende letzten Jahres von Fossil einkaufte.

Was die Fossil Collider HR Smartwatch wirklich kann und ob es bei der Verschmelzung von Digital und Analog auch neue Schwächen ergeben, das zeigen wir Euch in diesem Review.

Fossil Collider HR Smartwatch im Review

Die Fossil Collider HR Smartwatch ist eine sogenannte Hybrid-Smartwatch und vereint den Look einer klassischen Armbanduhr mit analogen Zeigern und smarten Funktionen, die über ein e-ink Display abgerufen werden können. Durch das sehr stromsparende Display hält der Akku der Fossil Collider HR Smartwatch mehrere Wochen durch und muss nicht, wie viele klassische Smartwatches, jeden Abend wieder ans Ladegerät.
Das Design ist klassisch, die Collider wirkt mit Ihrem braunen Lederarmband sehr dezent und unaufdringlich. Bei der braunen Variante aus unserem Review ist auch das e-ink-Display in dunkelbraun gehalten, was ein sehr schönes Detail ist.

Die Hybrid-Smartwatch verfügt natürlich über smarte Funktionen, hier darf man jedoch nicht soviel erwarten wie von einer klassischen Smartwatch. Dadurch, dass das e-ink-Display nur bei Veränderungen Strom verbraucht ist es immer eingeschaltet und sehr gut ablesbar. Da es nicht hinterleuchtet ist, kann man in dunklen Umgebungen 4 kleine LEDs durch ein doppeltes Tippen auf das Glas einschalten. Das sind allerdings auch die einzigen Funktionen, die sich per Finger steuern lassen, denn die Fossil Collider HR Smartwatch verfügt über keinen Touchscreen. Alle Funktionen werden über die an der rechten Seite befindlichen drei Tasten gesteuert. Das ist im ersten Moment etwas verwirrend, funktioniert aber nach kurzer Eingewöhnungszeit recht gut. Alle drei Taste lassen sich über die Fossil-App mit verschiedenen Funktionen belegen.

Folgende Funktionen bringt die Fossil Collider HR Smartwatch mit:

  • Messung der Herzfrequenz (Puls)
  • verschiedene Trainingsmodi
  • Stoppuhr
  • Timer
  • Abspielen, Stoppen und Wechseln von Musiktiteln
  • Anzeige des Wetters
  • Schrittzähler
  • Kalorienverbrauch
  • Wellness-Dashboard
  • Anzeige von Pushnachrichten

Damit sind die für viele wichtigen Basis-Funktionen einer Smartwatch abgedeckt, weitere Funktionen bietet die Collider aber nicht.
Eine Synchronisation mit andere Apps und Diensten gibt es, allerdings nur mit Google-Fit und Underarmour Record.

Die Fossil App ermöglicht die einfache Einrichtung der Hybridwatch sowie einige Anpassungsoptionen. Auf dem e-ink-Display können auf vier fest vorgegebenen Plätzen Informationen eingeblendet werden. Darunter das aktuelle Wetter mit Temperatur, die gezählten Schritte, die aktiven Minuten, verbrauchte Kalorien, die Herzfrequenz, das Datum, eine zweite Zeitzone sowie den Batteriestatus. Unverständlicherweise fehlt jedoch eine Anzeige der zurückgelegten Strecke, eigentlich ein absolut essentielles Feature für mich.

Die Push-Notifications lassen sich für bestimmte Apps einschalten und werden dann auf dem Display angezeigt. Meist funktioniert das auch zuverlässig, es passiert aber auch immer mal wieder, dass die Uhr den Kontakt zur App verliert und nichts anzeigt. Das ist dann im Zweifelsfalle sehr ärgerlich.

An optischen Anpassungen sieht es recht mager aus. Es lassen sich vier Optionen für die Anzeigeplätze wählen, diese unterscheiden sich jedoch nur in der Gestaltung der Umrandung. Weiterhin gibt es fünf wählbare dezente Hintergründe für das Display sowie die Möglichkeit ein eigenes Bild auszuwählen. Das ist aber aufgrund der reinen braun-weiss Darstellung des e-ink-Displays kaum zu erkennen. Weitere Anpassungen wie zusätzliche, über die vier definierten Positionen hinausgehenden Informationen, gibt es nicht.

Damit man durch die verschiedenen Positionen der Zeiger nicht den Blick auf die Anzeigen verliert, bietet die Watch eine nützliche Funktion. Nach einer schnellen Drehung des Handgelenkes rotieren die Zeiger einmal im Uhrzeigersinn und geben so den Blick auf das Display frei. Bei Notifications bewegen sich die Zeiger horizontal auf drei und neun Uhr um die Nachrichten gut ablesen zu können.

+ Das mögen wir an der Fossil Collider HR Smartwatch:

  • Elegantes und zeitloses Design
  • Farblich angepasstes E-Ink-Display
  • Genaue Messung der Herzfrequenz
  • Guter Schrittzähler
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Eigene Bilder als Hintergrund nutzbar
  • Sehr lange Akkulaufzeit

Das könnte an der Fossil Collider HR Smartwatch verbessert werden:

  • Wenige Funktionen
  • Nur zwei Trainingsmodi
  • Benachrichtigungen nicht immer zuverlässig
  • Keine Anzeige der zurückgelegten Kilometer
  • Display beschlägt gelegentlich von Innen
  • App teilweise schlecht ins Deutsche übersetzt
  • Nur wenig Anpassungen möglich

Unser Fazit zur Fossil Collider HR Smartwatch

Selten fiel uns ein Fazit so schwer wie bei der HR Collider. Ich nutze die Uhr seit einigen Wochen und möchte sie auch nicht mehr gegen eine klassische Smartwatch tauschen. Das Design ist edel, ich mag die analogen Zeiger und das braune E-Ink-Display. Die Akkulaufzeit von über zwei Wochen erspart mir das tägliche Aufladen. Aber es gibt auch einige Dinge, die mich an der HR Collider wirklich nerven. Die Benachrichtigungen funktionieren nicht zuverlässig, mal funktioniert es eine ganze Weile, dann aus unerfindlichen Gründen wieder nicht. Die Funktionsvielfalt ist gering, lediglich zwei Trainingsmodi wurden integriert, da wird viel Potential verschenkt. Auch bei der App wirkt alles etwas lieblos und unfertig. Die Übersetzungen sind teils seltsam bis unterhaltsam, die Verbindung mit der Uhr geht meistens, aber nicht immer. Was mich wirklich stört ist, dass es keine Möglichkeit gibt, die zurückgelegten Kilometer auf einen der Anzeigenplätze der Uhr darzustellen. Ein wirklich essentielles Feature, das scheinbar einfach vergessen wurde.

Insgesamt möchte ich die HR Collider nicht mehr missen, sie ist mir einfach ans Herz gewachsen. Für die Zukunft wünsche ich mir aber Updates, die die schlimmsten Bugs beheben und eine etwas liebevollere Übersetzung und Pflege der Companion-App.

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