Microsoft rüstet Copilot mit neuesten OpenAI-Modellen auf

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Microsoft hat angekündigt, seinem Programmierassistenten Copilot bald neueste KI-Modelle von OpenAI zu spendieren. Mit GPT-4 Turbo und einer aktualisierten Version von DALL-E 3 verspricht der Software-Riese ein Upgrade für genauere und bessere Ergebnisse.

GPT-4 Turbo für mehr Kontext

Das Herzstück des Updates ist GPT-4 Turbo, OpenAIs aktuell leistungsstärkstes Sprachmodell. Es profitiert von einem erweiterten 128.000 Token umfassenden Kontextfenster, mit dem es Zusammenhänge besser erfassen kann. Damit wird Copilot laut Microsoft Anfragen präziser interpretieren und passendere Vorschläge liefern können.

Die neue GPT-Version kommt zunächst in einer Testphase zum Einsatz. Die breite Einführung bei allen Nutzern sei aber in den kommenden Wochen geplant, so der Konzern.

Verbesserte Bildgenerierung dank DALL-E 3

Neben dem Sprach-Upgrade wird auch Copilots Fähigkeit zur Bilderzeugung aufgerüstet. Mit einem Update des Bildgenerators DALL-E 3 verspricht Microsoft realistischere und genauere Ergebnisse.

Nutzer können den Assistenten dann auffordern, Illustrationen, Diagramme oder andere Grafiken zu coderelevanten Themen zu kreieren. Die Qualität soll mit der neuen Modellversion noch einmal zulegen.

Auch in Bing Image Creator, Microsofts Bildgenerator innerhalb der Suchmaschine Bing, kommt das DALL-E 3-Upgrade zum Einsatz.

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Neue „Code Interpreter“-Funktion

Eine brandneue Funktion namens „Code Interpreter“ soll Copilots Programmierfähigkeiten weiter verbessern. Sie ermöglicht dem Assistant, komplexe Anfragen in ausführbaren Code umzuwandeln.

Nutzer können damit beispielsweise Datenanalysen oder Berechnungen durchführen, ohne selbst programmieren zu müssen. Sie formulieren ihre Wünsche in natürlicher Sprache, Copilot generiert und führt automatisch den nötigen Code aus und präsentiert die Ergebnisse.

Dateiuploads und -downloads werden ebenfalls möglich sein. So können User eigene Daten und Skripte einbinden sowie Code-Outputs für die weitere Verwendung speichern.

Deep Search: Mehr Tiefe für Bing

Last but not least spendiert Microsoft seiner Suchmaschine Bing eine „Deep Search“ Funktion auf Basis von GPT-4. Komplexere Anfragen sollen so umfassender analysiert und bessere Treffer geliefert werden.

Deep Search erweitere Suchbegriffe automatisch um relevante Kontexte. Das KI-System durchdringe Themen tiefer und liefere passendere Ergebnisse, erklärt der Konzern.

Fazit

Mit den diversen Upgrades rüstet Microsoft seine KI-Dienste für Produktivität und Entwicklung weiter auf. Copilot dürfte mit GPT-4 Turbo und der Code Interpreter Funktion merklich schlauer und nützlicher werden.

Wann die Updates genau kommen, ist noch offen. Interessierte sollten die Entwicklung bei Microsoft aber genau im Auge behalten.

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