Powerstation – was sie kann und wofür man sie benötigt

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Powerstations sind die großen Brüder der kleineren Powerbanks – und sie liegen voll im Trend. Nicht nur die steigenden Energiepreise lassen Verbraucher nach Möglichkeiten Ausschau halten, Strom selbst zu erzeugen, zu speichern und zu nutzen. Die Powerstations treffen auch auf einen weiteren Trend: das Leben und Reisen in umgebauten Vans.

Wer zu Hause oder unterwegs autark sein und dabei nicht auf den Komfort elektrischer Geräte verzichten möchte, greift zur Powerstation.

Was ist eine Powerstation?

Eine Powerstation ist in der Regel ein Lithium-Ionen-Akku mit einer hohen Ladekapazität. Die Ladekapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Je höher die Ladekapazität ist, desto länger kann ein elektrisches Gerät an der Powerstation betrieben werden. Allerdings werden die Powerstations mit steigender Kapazität auch deutlich teurer.

Da es sich um einen relativ neuen Trend handelt, ist das Angebot eher unübersichtlich. Hier helfen Tests und Vergleiche, die tragbare Powerstations im Überblick vorstellen.

Warum liegen Powerstations voll im Trend?

Die Powerstations vereinen den Trend zu mehr Autarkie, sei es im Wohnbereich oder auf Reisen, mit dem Trend zum mobilen Arbeiten. Sie treffen aber auch das Bedürfnis überall und unabhängig von den lokalen Gegebenheiten wie gewohnt Social Media, TV oder kühle Getränke zu konsumieren.

Neben dem mobilen Arbeiten und dem komfortablen Reisen verbreiten sich in jüngster Vergangenheit auch Ängste vor einem flächendeckenden und länger anhaltenden Stromausfall. Um selbst im Fall der Fälle nicht sofort ohne Strom und bald darauf auch ohne den Inhalt des Kühlschranks dazustehen, können sich die Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel ein eigenes Balkon-Solarkraftwerk aufbauen. Eine Powerstation kann hier als Stromspeicher für den erzeugten Energieüberschuss dienen und sogar eine Alternative zur Einspeisung in das normale Stromnetz sein.

Die wichtigsten Eigenschaften der Powerstations

Am wichtigsten dürfte für die meisten Verbraucher die Kapazität der Powerstation sein: Wenn eine Powerbank 1000 Wh speichert, könnte ein Gerät, welches 100 Watt verbraucht, 10 Stunden lang betrieben werden. Die meisten Hersteller geben Beispielrechnungen für beliebte Geräte wie Kühlschränke, Fernseher oder Laptops an.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausstattung mit verschiedenen Stromanschlüssen. Ein Steckdosenanschluss sowie mehrere USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones gehören zum Standard. Insbesondere für die Nutzung auf Reisen kann auch ein 12 Volt Anschluss für das Aufladen am Zigarettenanzünder im Auto sinnvoll sein.

Wenn die Powerstation dauerhaft an einem Ort verbaut werden soll, ist außerdem auf die Abmessungen des Geräts zu achten. Generell, aber besonders, wenn die Powerstation später verdeckt stehen soll, sollte auch auf das Vorhandensein von Sicherungen gegen Überladung, Kurzschluss und Überhitzung geachtet werden.

Wer über den Kauf einer Powerstation nachdenkt, kann sich entweder im Fachgeschäft beraten lassen oder selbst im Internet recherchieren.

Für wen lohnt sich die Anschaffung einer Powerstation?

Der Haupteinsatzort der Powerstations ist sicherlich auf Reisen. Mit ihrem Steckdosenanschluss bieten sie den Vorteil, auch normale Geräte ohne 12 Volt Anschluss betreiben zu können. Durch ihre vergleichsweise kleine Größe lassen sie sich zudem relativ problemlos im Wohnmobil oder im umgebauten Van verstauen.

Da sie nicht mit der Autobatterie verbunden sind, läuft man nicht Gefahr, diese überzustrapazieren. Wenn die Powerstation mit einer Solaranlage verbunden wird, ist man obendrein unabhängig von der Ladeinfrastruktur, etwa auf Campingplätzen.

Auch wer mit dem Auto reist, aber im Zelt schläft, kann sich so seine Elektrizität mit ins Bett nehmen oder über Nacht Akkus von E-Bikes oder Drohnen aufladen. So muss auch im Urlaub nicht auf das Streamen, Zocken, Fernsehen und Kaffeekochen verzichtet werden. Wer gerne im Wald oder am Strand feiert und dabei eine Musikanlage und vielleicht einen Kühlschrank betreiben möchte, wird eine Powerstation ebenfalls nützlich finden.

Fazit

Im Zuge der aktuellen Gaspreiskrise und grassierenden Ängsten vor einem Blackout wird das heimische Balkonkraftwerk mit eigenem Speicher attraktiv für Menschen, die nach mehr Autarkie streben. Nicht zuletzt handelt es sich um eine kostengünstige und leicht handhabbare Technologie, um grünen Strom noch effizienter zu nutzen. Die Powerstation im Verbund mit einer Solaranlage kann daher auch einen Beitrag zum Umstieg auf erneuerbare Energien leisten.

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