Was ist von Online-Bewertungen für Technik zu halten?

Was ist von Online-Bewertungen für Technik zu halten? 1

Online-Bewertungen für Technik entscheiden in der Regel darüber, ob das Produkt nun gekauft wird oder eben nicht. Es ist daher eines der wichtigsten Entscheidungsfaktoren überhaupt, und kaum ein Portal kommt ohne Bewertungen aus. Insbesondere bei Technik gibt es immer zahlreiche Tests und Videos und auch zu den Zubehörteilen.

Allerdings fällt es den Kunden schwer, dass überhaupt reale und gefälschte Bewertungen unterschieden werden können. Einige wissen auch gar nicht, dass es eben auch Fake-Bewertungen gibt. Im Hintergrund arbeiten hunderte Agenturen weltweit, um eine Produktmeinung zu heben. Das findet nicht nur bei der Technik selbst statt, sondern auch bei Cases und anderen Zubehörteilen.

Eine gekaufte Meinung muss als solche gekennzeichnet werden

Wenn zum Beispiel der Nutzer das Produkt kostenlos erhält, dafür aber eine Bewertung schreiben soll, dann unterliegt diese Bewertung einer Kennzeichnungspflicht. Solche Bewertungen resultieren aber in der Regel auch durch Geldzahlungen – diese Bewertungen dürfen dann auch nicht bei der Gesamtbewertung eines Produktes einfließen, sagt die Verbraucherzentrale.

Portale mit Testberichten: Wem ist zu vertrauen?

Im Internet finden sich zu den unterschiedlichsten Themen auch Portale, diese Anbieter haben sich entsprechend auf diese Produkte spezialisiert. Dabei gibt es seriöse Testpostale (onlinecasinosdeutschland.de) und eher weniger seriöse Anbieter, welche insbesondere darauf aus sind, die Affiliate-Programme zu bewerben.

Als Käufer gibt es kaum Faktoren, um dies zu überprüfen. Meistens verrät aber schon das Layout der Webseite, ob es sich hier um jemanden handelt, welcher gerne über das Thema berichtet oder ob nur das schnelle Geld verdient werden soll. Eine weitere Möglichkeit wäre es, dass mehrere Portale zu diesem Thema verglichen werden.

Affiliate-Programme für positive Meinungen?

Auf YouTube oder auch in Blogs finden sich Tests, welche wohl jeden Aspekts des Produkts abdecken. In der Regel werden dazu noch lange Texte angefertigt und diese wiederum innerhalb einer Bestenliste positioniert. In diesem Text (oder in einer Videobeschreibung bei YouTube) finden sich dann sogenannte Affiliate-Links.

Dabei ist den meisten Zuschauern und Lesern gar nicht bewusst, dass eine Provision gezahlt wird, wenn jemand hierüber das Produkt kauft. An sich ist das aber nicht verwerflich, sondern eine beliebte Möglichkeit zur Finanzierung des Angebots. Große Medienhäuser nutzen dies auch schon seit Jahren als Ersatz für die Display-Werbung (Banner, Popups).

Die Vorgehensweise ist dabei stets einheitlich. Zuerst wird sich bei einem Händler für das Affiliate-Programm beworben, eines der größten Anbieter ist dafür Amazon. Ein Team kontrolliert nun die Webseite und prüft, ob die internen Richtlinien eingehalten worden sind. Dabei geht es auch darum, dass Fake-Shops oder generell Seiten mit gefälschten Bewertungen gefiltert werden.

Anschließend kann ein persönlicher Link erstellt werden – je teurer das Produkt, desto höher die Provision. Der Blogger empfiehlt entsprechend eher Produkte aus dem High-End-Bereich. Ein weiterer Faktor für den Werbetreibenden ist aber auch, dass die Produktseite ausreichend Bewertungen hat. Das soll dann nochmal eine Entscheidungshilfe sein für den Interessenten.

Durch folgende Faktoren kann sich geschützt werden:

  • Werden nur die teuersten Angebote als „gut“ gekennzeichnet?
  • Gibt es auch negative Bewertungen?
  • Wird stets auf denselben Händler verlinkt?

Wenn alle drei Punkte mit „ja“ beantwortet werden können, dann handelt es sich um einen Blogger, welchem nicht zu vertrauen ist. In diesem Falle sollte auf renommierte Testportale zurückgegriffen werden.

Online-Bewertungen wird nicht mehr vertraut

Mittlerweile gibt es auch eine Skepsis gegenüber den Online-Bewertungen bei einem Großteil der Konsumenten, laut einer Umfrage des Marktwächters Digitale Welt. Der Verbraucherzentrale Bayern zufolge sollen nur noch zwei Prozent der Verbraucher den Bewertungen „voll und ganz“ vertrauen, während 22 Prozent zu „eher“ tendieren. Der Großteil vertraut demnach nicht hierauf.

Vertraut werden kann in jedem Fall aber unabhängigen Testern, welche mit Steuergeldern gefördert werden. In diesen Testphasen wird auch nicht selten auch mit wissenschaftlichen Methoden gearbeitet. Die Einflüsse von Händlern und Herstellern wären hiermit prinzipiell ausgeschlossen.

Unabhängige Tester engagieren sich in der Regel innerhalb eines Vereines – nicht innerhalb einer Kapitalgesellschaft. Dies kann überprüft werden, indem auf das Impressum der Webseite geachtet wird. Darüber hinaus kann aber auch bei der Verbraucherzentrale nachgefragt werden, ob eigene Testangebote bestehen. Eine der bekanntesten Projekte dürfte Stiftung Warentest sein.

Fazit: Kann man Bewertungen im Internet überhaupt irgendwann vertrauen?

Das Internet ist eine ideale Quelle, um Testergebnisse zu einen Projekt zu verfolgen – so dachte man. Mittlerweile gibt es aber auch auf den großen Portalen wie Amazon immer wieder gesponserte Bewertungen. Die Plattformen gehen auch dagegen vor, aber bei tausenden Bewertungen pro Tag ist es nicht einfach, jede Bewertung auch zu filtern.

Amazon versucht durch Kennzeichnungen für mehr Ehrlichkeit zu sorgen, so kommt es beispielsweise zu der Auszeichnung „verifizierter Kauf“ (auch innerhalb des Amazon-Profils). Bei Google können sich Personen als „Local Guide“ auszeichnen, wenn viele und wertvolle Bewertungen abgegeben werden. Selbst das bietet aber keine vollständige Sicherheit. In Zukunft werden wohl Algorithmen dafür sorgen, dass gefälschte Bewertungen im Internet grundsätzlich keine Chance mehr haben werden.

Schreibe einen Kommentar