Test: Philips Ambilight TV 8159er Serie

Seit kurzem nutzen wir einen Philips TV der 8159er Generation, genauer gesagt den 48PFS8159, bei uns und möchten dazu kurz unseren Eindruck mit dem Gerät mit Euch teilen.

Philips, eine gute Traditionsmarke in Deutschland, hat sich Anfang 2014 von seiner TV-Sparte getrennt. Dabei spielte der ruinöse Preiskampf der Hersteller wohl eine nicht geringe Rolle. Der Name ging 2014 in Lizenz an das asiatische Unternehmen TPV, das nun Geräte unter der Marke Philips verkauft.


Schaut man sich aktuell Rezensionen aktueller Geräte an, kommen die neuen Philips TVs bei den Kunden nur so mittelmäßig an. Verstehen kann ich das, nach einem intensiven Test der 48 Zoll Version der 8159er Generation nur teilweise.

Von den reinen Daten her klingt der Philips 48PFS8159 auf jeden Fall sehr gut. 48 Zoll Bilddiagonale, volle HD Auflösung, 800 Hz Bildwiederholrate und vierseitiges Ambilight klingen schon beeindruckend.
Dazu kommt noch, dass der Philips 48PFS8159 einer der ersten TVs mit Android-Bertriebssystem ist. Das ist, nach meinen Test sowohl ein Vorteil, als auch ein Nachteil. Dazu jedoch später mehr.

Design & Verarbeitung

Ein wirkliches Highlight des Philips TV ist das Design. Der Rahmen um den Bildschirm ist mit wenigen Millimetern kaum sichtbar, der Fernseher insgesamt Ultraflach. Dazu kommen Leisten aus Metall und ein massiver aber sehr filigran aussehender Standfuss. In meinen Augen geht es kaum besser.


Bildqualität

Auch hier ist die Bildqualität eine klare Stärke des 48PFS8159 von Philips. Das Panel zeigt tolle und satte Farben, ist knackscharf und dank 800 Hz auch absolut flüssig. Ein Sensor passt, auf Wunsch, die Helligkeit der Umgebung an. Bei Full-HD Material ist das Bild wirklich grandios, beim Upscaling von SD-Material auch noch ziemlich gut. Das können andere Geräte allerdings mindestens genauso gut.

Tonqualität

Ist ein ultraflaches Gehäuse eine Augenweide, kann dies für den Ton ein extremer Nachteil sein. So auch hier. Satte Bässe sind etwas rar, von blechernem Klang sind wir aber weit entfernt. Wer mag kann externe Lautsprecher per Kabel oder, noch eleganter, per Bluetooth anbinden. Mir reicht der Klang aber vollkommen aus.

3D-Bildqualität

Mit dem 48PFS8159 werden zwei aktive Shutterbrillen mitgeliefert. Die finde ich vom Tragekomfort und dem Design nicht so berauschend. Die Bügel sind starr und können nicht eingeklappt werden. An den Seiten kommt mir am Tag zu viel störendes Licht in die Augen. Das ist wirklich kein Highlight.

Das 3D-Bild dagegen schon. Ich konnte kein Ghosting wahrnehmen, bin da aber auch nicht ganz so empfindlich. Nach 3 Stunden Herr der Ringe in 3D war ich aber von der Bildqualität und dem 3D Effekt wirklich überzeugt. Tolle Sache.

Übrigens, wer gerne 3D-Filme als mkv-Container schaut wird sich darüber freuen, dass Over/Under und Left/Right 3D-Filme einfach über den Media-Player über einen USB-Speicher wiedergegeben können. Ein zusätzlicher BluRay Player ist dazu NICHT nötig. Einfach den Film starten und dann im 3D-Menu die passende Bildeinstellung auswählen.

Bedienung & Funktionen

Die Bedienung und Stabilität ist der häufigste Kritikpunkt am 48PFS8159 von Philips. Viele der Berichte aus den Tagen kurz nach Veröffentlichung des Modells legen den Verdacht nahe, dass die Software noch weit entfernt von stabil und ausgereift war.

Bisher konnte ich viele der Kritikpunkte bei meinem Gerät aber nicht wirklich nachvollziehen. Lediglich einmal hatte ich einen Absturz des Systems, der sich erst nach Trennen des Gerätes vom Strom wieder beheben ließ.

Manche der, teils außergewöhnlichen Funktionen, funktionieren so mittelgut, sind für mich aber auch nicht relevant. Die Gestensteuerung mit Handzeichen zum Wechseln der Kanäle funktioniert schon bei optimaler Ausleuchtung nicht immer präzise, bei dunkleren Räumen ist sie wenig zu Gebrauchen. Auch die Sprachsteuerung funktioniert unzuverlässig. Da ich allerdings nur die, wirklich gute, Fernbedienung nutze, ist mir das egal.

Die Fernbedienung ist, für mich, ein weiterer Pluspunkt. Sie besitzt zwei Seiten. Auf der einen befinden sich die “Standard-Tasten”, auf der Rückseite eine komplette QWERTY-Tastatur. Das funktioniert erstaunlich gut. Wer mag kann auch eine Mauszeigerfunktion verwenden, indem man die “OK-Taste” berührt und die Fernbedienung einmal schüttelt. bewegt man jetzt die Fernbedienung, bewegt sich auch ein Mauszeiger auf dem Bildschirm. Funktioniert bei mehr sehr genau und präzise.

Android & Apps

Das integrierte Android-System ist eine wirklich innovative und praktische Sache. Hat aber auch Nachteile. Vorteil ist natürlich die direkte Integration von Apps ohne einen Stick oder ähnliches anschließen zu müssen. Dazu ist alles mit der gleichen Fernbedienung bedienbar.
Ein Nachteil ist die Stabilität und vor allem der Entschluss von Philips nicht die Möglichkeit zu lassen alle Apps aufzuspielen die man möchte. Die Funktion zum “Sideload” von Apps über einen Stick ist aus Sicherheitsgründen deaktiviert und lässt sich auch nicht in den Einstellungen aktivieren. Eine, von mir ungetestete Anleitung, das Problem zu umgehen gibt es aber schon.

Von den getesteten Apps funktionierten bei mir alle recht problemlos. Netflix, Maxdome, Youtube und Kodi machen auf dem Philips 8159 richtig Laune.

Ambilight

Bisher konnte kein anderer TV-Hersteller mit einem ähnlichen Konzept aufwarten. Und auch die Nachbaulösungen empfinde ich als eher suboptimal, das sie immer zusätzliche Hardware vorrausetzen und dann auf Filme oder Serien beschränkt bleiben. Das Ambilight beim Philips TV leuchtet an alle vier Seiten des Gerätes. Neu ist dabei, dass keine Leiste mit LEDs um das Gerät verbaut wurde, sondern oben mittig zwei Bereiche mit LEDs verbaut wurden, die die verschiedenen Wandseiten anstrahlen, Das funktioniert super und sieht einfach nur genial aus. Übrigens funktioniert das Ambilight nicht nur im TV-Modus, sondern auch in jeglichen Android Apps. DAS ist genial! Kodi als Mediencenter mit funktionierendem Ambilight ist wirklich ein Kracher.

Mein persönlichen Vor- & Nachteile des Philips 8159

Vorteile

  • tolles Design
  • hochwertige Verarbeitung
  • Bildqualität
  • viele Apps
  • Ambilight

Nachteile

  • Stabilität und Abstürze
  • keine Apps per Sideload
  • Gestensteuerung und Sprachbedienung wenig nutzbar

Fazit

Ich war nach vielen schlechten Kritiken des Philips 48PFS8159 erst verunsichert, bin aber doch froh das Gerät noch einmal selber getestet zu haben.

Die Bildqualität ist grandios, 3D-Effekt überzeugend und Ambilight und Design sehr stimmig.

Die Software ist, in der Tat, noch verbesserungswürdig, scheint aber die meisten der “Kinderkrankheiten” schon überwunden zu haben.

4 Antworten

  1. Matthias sagt:

    Hi Mika,

    danke für Deinen Kommentar. 🙂
    Ja, ich habe den TV behalten. Zwar nerven die Software Probleme ab und an, trotzdem haben mich die Bildqualität und auch das Ambilight überzeugt. Warst Du auch bei dem Test dabei?

  2. Mika sagt:

    Klasse Bericht. Hast du den TV für 500 Euro behalten?

  3. oljakelo sagt:

    Dieser Philips TV ist eine gute Entscheidung. Die Einrichtung, TV Sender, W-Lan, Skype u.s.w. ging ohne Probleme. Einfach Super!!! So ein scharfes Bild, auch die Größe perfekt. Surfen im Internet geht rasend schnell. Die Android Apps kennt man bereits vom Smartphone, nun auch auf dem Philips TV… Super!!! Wir sind sehr zufrieden.

  1. 22. August 2015

    […] Verarbeitungsqualität ist dem Preis angemessen, eine ähnliche tolle Verarbeitung wie beim Philips Ambilight der 8159er Serie bekommt man hier leider nicht. Die Fernbedienung ist ok, allerdings etwas unausbalanciert, da die […]

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