Internetvertrag wechseln – Das sollten Sie beachten

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Sind Sie schon eine Weile bei Ihrem derzeitigen Internetanbieter? Dann ist es vielleicht an der Zeit, über einen Wechsel nachzudenken. Denn viele Menschen zahlen für eine Geschwindigkeit, die sie im Endeffekt gar nicht erhalten. Zudem gibt es zahlreiche Wechselprämien, die den monatlichen Preis signifikant sinken lassen. Deshalb wird hier erklärt, wie man den Wechsel reibungslos durchführen kann und von dem neuen Vertrag profitiert.

Wann kann man den Anbieter wechseln?

Im Grunde können Sie einen Vertrag wie das 1&1 Internet und Telefon kündigen, wann immer Sie wollen.  Solange Sie Ihrem Anbieter eine Kündigungsfrist von einem Monat einräumen. Das ist gesetzlich garantiert und dabei spielt es keine Rolle, wann Sie Ihren Vertrag abgeschlossen haben. Alle Einzelheiten finden Sie auf Ihrer aktuellen Rechnung. Wenn Sie also mit Ihrem aktuellen Vertrag nicht zufrieden sind oder ein besseres Angebot gefunden haben, können Sie ganz einfach den Anbieter wechseln.

Mindestvertragslaufzeit

In Deutschland beträgt die Mindestvertragslaufzeit für DSL-Verträge in der Regel zwei Jahre. Das bedeutet, dass Sie für mindestens zwei Jahre an den Anbieter gebunden sind und dass sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn Sie ihn nicht rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfristen können sehr unterschiedlich sein, wobei vier bis zwölf Wochen üblich sind. Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihr Vertrag rechtzeitig gekündigt wird, sollten Sie spätestens drei Monate vor Ende der regulären Vertragslaufzeit ein Kündigungsschreiben verfassen.

Sonderkündigungsrecht

Wenn Ihr derzeitiger Anbieter an Ihrer neuen Adresse keinen Internetzugang bereitstellt, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Dies gilt auch, wenn an der neuen Adresse nicht die im Vertrag vereinbarte Geschwindigkeit geliefert wird. Es gilt jedoch eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Zudem kann der bestehende Tarif aufgelöst werden, wenn:

  • Sie in die Wohnung einer Person ziehen, die bereits einen Internetanschluss besitzt.
  • Man in eine neue gemeinsame Wohnung einzieht und beide Parteien bereits einen Anbieter haben. Dann muss einer der beiden Verträge genutzt werden, der andere kann aufgelöst werden.
  • Der Vertrag im Falle einer Wohngemeinschaft auf den Mitbewohner übertragen werden kann.

Wie findet der Wechsel statt?

Der Wechsel des Internetanbieters kann wie eine gewaltige Aufgabe erscheinen, aber ist eigentlich ganz einfach. Bestimmen Sie zunächst Ihre Anforderungen an den neuen Tarif: Welche Geschwindigkeit benötigen Sie? Möchten Sie Fernsehen? Wie viel sind Sie bereit, jeden Monat auszugeben?

Danach vergleichen Sie die Preise und wählen einen Anbieter, der zu Ihrem Budget und Ihren Bedürfnissen passt. Prüfen Sie dann die Verfügbarkeit und stellen Sie sicher, dass der Dienst in Ihrem Gebiet verfügbar ist. Setzen Sie sich schließlich mit dem neuen Anbieter in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin für die Umstellung. Im Handumdrehen sind Sie startklar!

Mögliche Probleme beim Anbieterwechsel

Wenn Sie den Internetanbieter wechseln möchten, ist es am besten, wenn Sie Ihren derzeitigen DSL-Anschluss zum neuen Anbieter übertragen. Dies gewährleistet einen reibungslosen Übergang ohne Serviceunterbrechungen. Wenn Sie jedoch keinen DSL-Vertrag haben und einen neuen Anschluss beantragen müssen, kann das teuer werden. Denn einige Anbieter sind unflexibel, wenn es um Fehler im Bestellprozess geht. Das führt zu Frustration, wenn Ihr Internet zu Hause von einem Moment auf den anderen verschwindet.

5 Tipps für einen reibungslosen Wechsel

Um die genannten Herausforderungen beim Anbieterwechsel zu umgehen, sollten Sie diese 5 Tipps befolgen:

Internetvertrag wechseln – Das sollten Sie beachten 1
  1. Dem neuen Anbieter genügend Zeit geben: Gerne kann man den DSL-Vertrag schon einige Monate im Voraus bestellen und den gewünschten Termin mitteilen.
  2. ndigung nicht selbst durchführen: Es gibt die Möglichkeit, dass der neue Anbieter die Kündigung für Sie übernimmt. Dafür muss beim Vertragsabschluss ein Portierungsantrag gestellt werden.
  3. Sind alle Angaben korrekt? Der Name und die Anschrift des Anschlussinhabers müssen exakt mit dem neuen Vertragspartner übereinstimmen. Schon eine abweichende Schreibweise lässt den Antrag scheitern.
  4. Passende Endgeräte: Je nach gewünschter Internetgeschwindigkeit kann ein neues Modem sinnvoll sein. Denn wenn am Tag der Umstellung auffällt, dass der Router nicht mehr aktuell ist, haben Sie erstmal kein Internet.
  5. Router installieren: Wem das technische Know-how fehlt, kann den Anschluss von einem Servicetechniker einrichten lassen. Allerdings sollte dies frühzeitig geklärt werden, da die Termine weit im Voraus eingeplant werden.

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