Auf zum Gruseln: Die besten Apps zur Geisterjagd

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Moderne Geisterjäger brauchen keine Wünschelruten, Kerzen oder Zaubersprüche. Die moderne Technik hat sich den Anforderungen der zeitgemäßen Mystiker angepasst und für die richtige Ausstattung per App gesorgt. Aber welche Tools werden wirklich benötigt, um die ruhelosen Seelen aus der Zwischenwelt einzufangen? Mittlerweile gibt es nicht nur Gadgets für Gamer, auch die Geisterjagd soll mit Apps ermöglicht werden.

Sie sind unter uns und jagen einigen Mitmenschen hin und wieder einen Schrecken ein. Die Rede ist nicht von dem angeblichen Besuch aus dem All, sondern viel irdischeren Besuchern aus der Zwischenwelt. Geister und verlorene Seelen weilen nach Meinung von Esoterikern zu jeder Zeit unter uns. Aus der Literatur und zahlreichen Filmen sind die gruseligen Geschichten hinlänglich bekannt. Doch die Zeiten, in denen Geisterjäger mit Seilen, Kerzen und Fallen die fliegenden Bettlaken fangen wollten, sind längst im dichten Nebel der Vergangenheit verschwunden.

Im Kinofilm „Heilstätten“, der 2018 als erster Influencer-Horror präsentiert wurde, zeigte Regisseur Michael David Pate, wie moderne Zeitgenossen dem Schrecken der Zwischenwelt auf die Schliche kommen wollen: Steadycam und Handys gehören zur Grundausstattung angehender Geisterjäger. Inspiriert von den Urgesteinen der Popkultur, den „Ghostbusters“, wagen sich die Influencer auf eine Odyssee des Schreckens. Den Hype des 80er-Kults erreichte „Heilstätten“ trotz ambitionierter Herangehensweise nicht. Die „Ghostbusters“ sorgten dagegen in Form von Themenparks, Adaptionen als Online Slot Games von IGT oder mit einer polarisierenden Neuverfilmung in Fankreisen für langlebige Unterhaltung. Im kommenden Jahr darf sich auf ein weiteres filmisches Abenteuer gefreut werden, welches von Jason Reitman inszeniert wird – dem Sohn des Regisseurs Ivan Reitman, der wiederum die Originale aus den 80er-Jahren drehte.  

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Mit dem Handy geht alles: WhatsApp, Amazon, Geisterjagd

Glaubt man den Aussagen der Popkultur, sind die Nachrichten der Geister mit technischer Ausstattung am besten einzufangen. Was wäre Nicole Kidman im sehenswerten Nachkriegshorror „The Others“ Zeit erspart geblieben, hätte man ihr diese Information im Vorfeld zugespielt. Heute werden Wärmequellen sichtbar gemacht, Stimmen aufgenommen und magnetische Felder ausgewertet.

Mit der App „EMF Sensor Free“ haben angehende Geisterjäger die wichtigste Grundlage parat. Die Aufzeichnung von Veränderungen im Magnetfeld können Aufschlüsse darüber geben, wo sich ungewöhnliche Aktivitäten abspielen. Die Auswirkungen können akustischer Natur sein oder auch in Form von Tönen erscheinen.

Eine echte App, um Wärmebilder einzufangen, gibt es für Handys aktuell noch nicht. Viele Angebote, die in den Stores zur Verfügung gestellt werden, stellen sich bei genauer Betrachtung als Spielerei heraus und simulieren die verschiedenen Temperaturzonen lediglich. Für echte Geisterjäger heißt es in diesem Fall, in echte Hardware zu investieren. Die Seek Thermal Compact XR ist eine willkommene Alternative, die durch eine einfache Steckverbindung mit dem Handy verbunden wird. Als Aufsatz fängt sie Wärmebilder ein und kann somit plötzliche Temperaturunterschiede sichtbar machen. Zwar weist die kleine Kamera einen stolzen Preis von ca. 270 Euro auf, doch als wichtiges Gadget ist sie unverzichtbar.

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Alles aus einer (Geister-)Hand

Da sich Geister im Vorfeld ungern zu erkennen geben oder ihre Spielregeln mitteilen, sollten zielstrebige Mythenjäger auf alles vorbereitet sein. Mit der App „Ghost Tracker EMF EVP Recorder“ kommt die gesamte Grundausstattung in einer App auf das Mobilgerät. Stimmrekorder, Thermoscan und Magnetfeldmesser in einer Anwendung machen aus jedem Handy ein mobiles Geisterjagdkommando. Schwedische Nutzer, die sich in der entsprechenden Community bewegen, schwören auf den Einsatz dieser App und haben bereits in vielen verlassenen Häusern und an ungemütlichen Orten mit dem „Ghost Tracker“ Erfolge gefeiert.

Der Charme, den alte Geisterfilme wie „Bis das Blut gefriert“ oder „Das Geisterschloss“ vermitteln, fällt auf diese Weise unweigerlich der Digitalisierung zum Opfer, aber auch der moderne Weltenwandler geht mit der Zeit. Die Grundsatzdiskussion, dass Geister technisch angeblich nicht wahrzunehmen sind, ist damit jedoch noch lange nicht vom Tisch. Für Nostalgiker bleibt somit die alte Methode von flackernden Kerzen und Beschwörungsformeln bestehen, während die nachkommende Generation mit Handy, USB-Kabel und Schnittstellen dem Grusel auf modrigen Spuren folgen.

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