Wie sehen Computerspiele in der Zukunft aus?

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Wie könnten Computerspiele in zehn, zwanzig oder gar dreissig Jahren aussehen? Dieser Artikel ist keine genaue Prognose und soll auch keine wissenschaftliche Analyse werden, sondern der Versuch sich zukünftige Technologien vorzustellen – und ein bisschen zu träumen.

Einer der offensichtlichsten Punkte in der Entwicklung der Computerspiele in den letzten Jahren ist ohne Zweifel die ständige technische Verbesserung der Grafik. Und das wird sich auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnte so fortsetzen. Vergleicht man die Grafikpracht aktueller Computerspiele-Blockbuster wie Doom oder Tomb Raider mit der Grafik von Spielen vor 20 Jahren, ist die Entwicklung mehr als deutlich. Fotorealismus und Fotogrammetrie machen die virtuellen Welten heute sehr realistisch. Aber auch bei Onlinespielen ist eine solche Entwicklung sichtbar, zum Beispiel in Casinos wie casino.netbet.de.

Für mich spannend ist die Frage, wann es fotorealistische Grafik mit einer filmischen Qualität aktueller Blockbuster geben wird. Schon das Rendern von Animationsfilmen Ice Age oder Onward benötigt eine Leistung von über 40 Teraflops (TFLOPS). Zum Vergleich: Die aktuelle XboX One hat lediglich 1,3 Teraflops Rechenleistung. Wenn wir davon ausgehen, dass die nächste Generation von Spielkonsolen im Jahr 2025 erscheint, kann man davon ausgehen, dass sie ungefähr 12-13 Teraflops an Rechenleistung liefern können. Denkt man noch etwas weiter in die Zukunft, wird die elfte Generation, die vielleicht 2030 erscheinen wird schon mindestens 40 Teraflops haben. Damit wäre dann ein Echtzeitrendering aktueller Blockbuster-Titel in filmischer Qualität möglich.
Gaming-PCs sind den Konsolen meist um ein paar Jahre voraus, denn sie sind nicht an den Veröffentlichungszyklus einer Konsolengeneration gebunden und können jederzeit mit aktueller Hardware ausgestattet werden. Doch viele Entwickler konzentrieren sich eher auf die maximalen Fähigkeiten der Konsolen und portieren das Spiel dann auf den PC.

Liegt im Cloug-Gaming die Zukunft?

Branchenexperten sind sich sicher, dass Spiele in den nächsten Jahren eher in der Cloud liegen werden, klassische Konsolen verlieren dann immer mehr an Bedeutung. Beim Cloud-Gaming werden vermutlich andere Regeln gelten, denn hier lässt sich die Hardware jederzeit anpassen und die Leistung individuell für den Spieler und das Spiel anpassen. Für eher wenig rechenintensive Spiele wird dann weniger Leistung zur Verfügung gestellt, aufwändige Shooter benötigen dagegen ein höheres Leistungsniveau. Allerdings gibt es auch beim Cloud-Gaming einige Herausforderungen, die in den nächsten Jahren noch bewältigt werden müssen.

  1. Latenz – Trotz moderner und breitbandiger Internetverbindungen müssen die reinen Datenpakete einen weiten weg zurücklegen. Der so genannte Input-Lag ist die zeitlich Verzögerung die dabei auftritt. Sie lässt sich ganz einfach erklären: Drückt der Spieler eine Taste, zum Beispiel für das Abfeuern der Waffe in einem Spiel, wird dieser Befehlt zuerst an den Server des Cloud-Gaming-Anbieters geschickt. Dort wird der Befehl ausgeführt und die Grafik berechnet. Diese wird dann wieder zurück an den Spieler geschickt. Je nach Schnelligkeit und Latenz der Verbindung kann diese Verzögerung zwischen Befehl und Reaktion unangenehm auffallen.
  2. Verfügbarkeit – Bei einer klassischen Konsole steht die volle Rechenleistung immer und jederzeit zur Verfügung. Beim Cloud-Gaming gibt es nicht dedizierte Hardware für jeden Spieler. Das ist auch nicht notwendig, denn nicht alle Spieler spielen gleichzeitig. Trotzdem kann es, besonders in den Abendstunden, zum mehr Spielern als verfügbarer Hardware kommen. Wartezeiten oder eine reduzierte Grafikqualität sind dann die Folgen.

Die Vorteile des Cloud-Gaming sind aber natürlich auch immens. Es werden weniger Ressourcen verbraucht, da nicht jeder Spieler eigene Hardware anschaffen muss. Die benötigte Rechenleistung kann in einem großen Rechenzentrum effizienter und energiesparender betrieben werden, zudem setzen viele große Rechenzentren schon auf erneuerbare Energien. Auch das Thema plattformübergreifendes Gaming ist interessant, denn in der Cloud ist es völlig egal, mit welchem Endgerät man auch das Spiel zugreift. So können Spieler beispielsweise https://casino.netbet.com/de/ auf einem PC oder einem Smartphone spielen – zuküftig könnte dies auch mit einer Virtual-Reality-Brille möglich sein.

In den nächsten Jahrzehnten wird sich das Gaming noch einmal neu erfinden und weiterentwickeln. Die Grafikqualität wird von einer filmreifen Inszenierung kaum noch unterscheiden werden können. Auch menschliche Emotionen werden immer besser nachgebildet werden, was dem so genannten Uncanny-Valley-Effekt entgegenwirken könnte. Dieser Effekt ist bei modernen Spielen besonders gut erkennbar. Die Spielfiguren sehen zwar sehr realistisch aus, die Bewegungen und Emotionen sind jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie wie bei einem echten Menschen aussehen. Das sorgt für eine Akzeptanzlücke, die vielen Menschen stark auffällt.

Allerdings ist für menschenähnlichere und natürlichere Bewegungen nicht die reine Rechenleistung entscheidend. Nötig werden auch immer ausgefeiltere Algorithmen, die über Machine Learning und Künstliche Intelligenz das Verhalten von Menschen besser nachahmen können. Das benötigt allerdings eine große Datenbasis von Emotionen verschiedenster Menschen.

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Aufnahme von Bewegungsmustern vor einem Greenscreen

Auch die Bewegungsmuster in klassischen Onlinespielen, Fans von Multiplayer-Shootern werden das Problem kennen, sehen noch nicht wirklich natürlich aus. Laufen, Rennen und Springen funktionieren zwar im Spiel gut, optisch sind die einzelnen Phasen aber noch nicht gut umgesetzt. Bisweilen behilft man sich damit, die Bewegungen der einzelnen Charaktere von echten Menschen digital einlesen zu lassen. Die Technik ist auch bereits aus großen Kinofilmen bekannt und wird auch in der Videospielindustrie gerne genutzt. Auch hier kann eine große Datenbasis an Bewegungsmustern und Künstliche Intelligenz helfen. Entsprechende Forschungsprojekte und Entwicklungen laufen bereits.

Künstliche Intelligenz als Storyteller?

Auch im Bereich des Storytellings, also der eigentlichen Geschichte eines Spiels, könnte Künstliche Intelligenz das Gaming weiter entwickeln. Zwar gibt es schon jetzt Spiele wie Gothic 3, die dem Spieler eine nahezu offene Spielwelt präsentieren, in der er sich frei bewegen und entfalten kann. Trotzdem stoßen die Spieler schnell an die eng gesteckten Grenzen. Denn um einen Spieler auch lange an die Geschichte zu fesseln, muss sie spannend, motivierend auch auch fordernd sein. Das gelingt auch gut, trotzdem nimmt einem eine Storyline, die sich durch das gesamte Spiel zieht natürlich viel an Freiheit. Wirklich echte Entscheidungen kann der Spieler nicht treffen, alle möglichen Varianten werden von den Spieleentwicklern vorgegeben.

Eine Künstliche Intelligenz, natürlich erheblich weiterentwickelt als aktuelle Modelle, könnte hier dem Spieler wesentlich mehr Freiheit lassen, indem sie individuell auf seine Entscheidungen und Handlungen reagiert und die Geschichte basierend darauf weiterentwickelt. So könnte jeder Spieler sein ganz persönliches und einzigartiges Abenteuer erleben. Dadurch kann nicht nur der Wiederspielwert gesteigert werden, denn jeder neue Durchlauf ist ja komplett anders, auch der Umfang eines Spieles könnte sich enorm verändern, ohne dass die Entwickler darin viel mehr Zeit investieren müssten.

Insgesamt denke ich, dass sich neben dem offensichtlichen Thema der Verbesserung der Spielegrafik noch viele weiter überraschende Trends in den Computerspielen der Zukunft zeigen werden. Ich bin gespannt und kann es kaum erwarten. Wie geht es Euch? 🙂

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