MAC für Games optimieren: Fünf Tipps!

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Tipps, um einen PC fürs Gaming zu optimieren, gibt es reichlich im Internet. Sucht man dagegen nach Optimierungstipps für gutes Gaming auf dem MAC, wird man viel seltener fündig. Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Chance gibt, den MAC als Gaming-Computer zu optimieren. Es gibt sie. Es gibt einige gute Tipps, die das Gaming-Erlebnis deutlich verbessern können. Fünf davon stellt dieser Artikel vor.

1) Weg mit allem, was nicht nötig ist

Auch ein guter MAC geht bisweilen bei modernen Games in die Knie, weil sie die Leistung und Grafik des Computers während des Gamings sehr fordern. Komplexe Massively-Multiplayer-Online-Games (MMOG) beanspruchen bisweilen den Großteil der Ressourcen eines Computers und auch weniger technisch anspruchsvolle Spiele wie Pokersoftware für den MAC besitzen mittlerweile häufig aufwändige Zusatzfunktionen wie eine PokerCam-Technologie, mit der man seinen Mitspielern fast schon live gegenübersitzt. So etwas bringt natürlich zusätzlichen Spielspaß. Es stellt aber Anforderungen, denen nicht jeder MAC automatisch gewachsen ist.

Deshalb sollte man seinen Computer unter Umständen zunächst etwas aufräumen, um den MAC für Gaming zu optimieren. Aufräumen bedeutet einerseits, alles von der Festplatte zu entfernen, was nicht mehr wirklich benötigt wird. Andererseits sollte man über die Aktivitätsanzeige (Activity-Monitor) einen Blick auf die laufenden Prozesse werden. Was aktuell nicht laufen muss, wird markiert und über das wie ein Stoppschild mit einem X aussehende Symbol gestoppt. Hilfreich sind darüber hinaus Programme wie CleanMyMac X, die Überflüssiges aus dem MAC entfernen.

Nicht zuletzt ist es sinnvoll, bisweilen einen Blick auf die automatisch startenden Programme zu werfen. Dafür klickt man auf das Apple-Icon und anschließend auf Systemeinstellungen. Der weitere Weg führt über „Benutzer & Gruppen” sowie „Anmeldeobjekte”. Hier präsentiert einem der MAC alle Programme, die beim Starten des Computers automatisch mitstarten. Und hier kann man auch den Autostart manch eines Programms stoppen, das man eigentlich gar nicht so häufig braucht und künftig fürs Gaming nicht jedes Mal aufs Neue beenden muss.

2) Beim MAC-Book: Wähle das bessere Grafik-System!

Eine Reihe von MAC-Books bietet dem Nutzer zwei verschiedene Grafikprozessoren: Dort kann man zwischen dem „discrete“ und dem „integrated“ Grafikprozessor (GPU) wählen. Der „integrated“ Grafikprozessor spart Energie, hat aber die schlechtere Grafikleistung. Für Games ist der „discrete“ Grafikprozessor in der Regel besser. Im Apple-Menü „Über diesen Mac” kann man sehen, welcher Prozessor aktuell läuft. In der Aktivitätenanzeige sieht man dagegen, welche aktuell laufenden Apps den leistungsstärkeren Prozessor verwenden. Unter dem Menüpunkt „Energie“ gibt es die Spalte „Erfordert Hochleistungs-GPU”. In jeder Zeile, in der hier ein „Ja“ steht, hat man es mit einer App zu tun, die das leistungsstärkere System nutzt. Für gute Game-Grafiken sollte man diese „Konkurrenten“ des Games um Grafikleistung – wenn möglich – stoppen.

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3) Ein externer Grafikprozessor kann hilfreich sein

Bei einigen MACs kann man einen externen Grafikprozessor (eGPU) anschließen, um die Grafikleistung des Computers zu steigern. Der Computer muss dafür eine Thunderbolt 3 Schnittstelle besitzen. Darüber hinaus muss mindestens das Betriebssystem „macOS High Sierra 10.13.4 installiert sein. Ein externer Grafikprozessor beschleunigt Games, die sich der Schnittstellen OpenGL und Metal bedienen. Eventuell sind mit ihr auch sehr komplexe Spiele möglich, die ein VR-Headset voraussetzen, um in eine faszinierende dreidimensionale Gamingwelt einzutauchen.

4) Boot Camp macht Windows auf dem MAC möglich

Der PC-Gaming-Markt ist nach wie vor der attraktivere für Game-Entwickler, sodass viele Computerspiele nur auf Windows laufen. Das muss für MAC-User aber kein Hindernis sein. Die Apple-Software Boot Camp bietet ihnen die Möglichkeit, Windows 10 auf dem MAC zu installieren und sich so die Welt der PC-Spiele zu erschließen. Manch einem MAC-Nutzer mag der Rückgriff auf Windows wie ein Frevel erscheinen, aber er öffnet einem bisweilen die Tür zu Games, die man ansonsten nicht spielen könnte. Da kann man auch als erklärter Apple-Fan schon einmal beide Augen zudrücken.

5) Das Spiel selbst lässt sich ebenfalls optimieren

Das sollte man nie vergessen! Wenn Spiele auf dem MAC nicht flüssig laufen, hat man natürlich immer auch die Möglichkeit, in den Games selbst einiges zu verändern, damit sie flüssiger laufen. In Games wie Fortnite kann man dafür beispielsweise die Video-Settings bei Textures und Effekten auf „Low“ stellen. Das verschlechtert zwar einige visuelle Effekte, sorgt aber im günstigen Fall dafür, dass das Gaming-Erlebnis verbessert wird.

Und wenn gar nichts mehr geht, wenn der MAC auch nach einer Optimierung definitiv zu schwach für dieses oder jenes Game bleibt? Dann helfen eventuell Plattformen wie Google Stadia. Hier nutzt man externe Rechnerleistung und streamt das jeweilige Game, was den eigenen Rechner entlastet. Am Ende bleibt dann wohl die Erkenntnis: Wie so oft, ist es meistens das Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen, das einen Computer fürs Gaming optimiert. Bisweilen muss man etwas tüfteln, aber es lohnt sich, wenn man anschließend ein ungetrübtes Spielvergnügen genießen kann.

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