Yeedi Vac Station – Selbstentleerender Saugroboter Testbericht

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Es ist nicht überraschend, dass Sauberkeit im letzten Jahr zu einem wichtigen Thema geworden ist. Hier kommt der selbstentleerende Roboter-Staubsauger Yeedi Vac Station ins Spiel. Wie gut er saugt, ob die Wischfunktion etwas taugt und wie praktisch die Selbstentleerung wirklich ist, dass zeigen wir euch in diesem Artikel.

Was ist die Yeedi Vac Station?

Die Yeedi Vac Station ist ein Staubsaugerroboter, der einen sich selbst entleerenden Staubbehälter hat und auch zum Wischen eingesetzt werden kann.

Was ist in der Verpackung?

Yeedi Vac Station
Yeedi Staubsauger mit eingebautem Wassertank
Ladestation
Wischaufsatz und Mikrofaserpads
Bedienungsanleitung für den Staubsauger
1 Ersatz-Kehrbürste
2 Beutel für Staubsaugerbehälter
Netzkabel

Installation und Aufbau

Die Yeedi Vac Station auszupacken ist ein bisschen wie Weihnachten oder wie eine dieser russischen Matrjoschka-Figuren. Es kommt immer noch eine kleine Box oder ein kleiner Karton zum Vorschein, der weitere Teile oder Zubehör enthält. Eigentlich eine ganz gute Idee, wären die einzelnen Kartons auch beschriftet gewesen. So bleibt, neben dem sehr sicher verpackten Staubsaugerroboter nur eine ganze Menge Verpackungsmüll. Die Einrichtung der Vac Station war dafür umso einfacher und benutzerfreundlich. Nahezu Plug-and-Play, lediglich die kleine Rampe muss an die Ladestation angebracht werden. Der Yeedi kann, neben dem klassischen Staubsaugen auch zum Wichen verwendet werden. Bisher erledigte diese Aufgabe entweder mein Roborock S5 Max, mit dessen Wischfunktion ich eigentlich ganz zufrieden bin, oder ein klassischer Wischmob. Ziemlich Oldschool, oder?

Wie beim Roborock S5 Max muss auch hier vor Nutzung der Wischfunktion ein Wassertank-Aufsatz angebracht werden. Leider muss dieser aber vor dem erneuten Aufladen wieder entfernt werden. Das finde ich etwas unpraktisch, auch wenn ich verstehen kann, dass Wasser plus Elektrizität möglicherweise nicht die beste Kombination sind.

Leistung und Features

Bei der Yeedi Vac Station handelt es sich um einen Saugroboter. Er verfügt über eine maximale Saugleistung von 3000Pa, Bodenerkennung, visuelles SLAM Mapping und eine Laufzeit von 200 Minuten.

Der Wischmopp von Yeedi kommt mit einem Mikrofaserkopf und einem Aufsatz, der ein Wasserreservoir an Bord hat. Wer empfindliche Teppiche hat, wird sich freuen, dass die Yeedie Vac Station ein „Intelligent Wet Mop Safety System“ mit an Board hat, dass die Wischfunktion auf Teppichen deaktiviert.

Die Größe dieses Geräts ist vergleichbar mit der anderer Marken. Das Gerät hat sogar die gleiche Größe wie mein alter Roomba, den ich vor dem S5 Max hatte. Etwas ungewöhnlich, wenn auch kein Alleinstellungsmerkmal ist die integrierte Kamera der Vac Station. Diese wird auch zur Einrichtung benötigt. Hält man sein Handy mit dem QR-Code der Yeedi-App vor den Sauger, wird die Verbindung schnell und einfach hergestellt. Das finde ich ziemlich praktisch, da man die Einrichtung aber, in der Regel, nur einmal durchführt, würde ich diesem Feature nicht zu viel Gewicht verleihen.

Unter dem aufklappbaren Deckel befinden sich der Staubsaugerbehälter und die Reinigungsbürste. Der Wassertank zum Wischen befindet sich an der Vorderseite des Geräts. Darauf gehen wir später noch genauer ein. Beim Durchblättern der Bedienungsanleitung ist mir aufgefallen, dass der Hersteller in der Schnellstartanleitung Alexa nicht als Verbindungsoption erwähnt hat. Yeedi kann aber durchaus Smart aktiviert werden. Zumindest kann man ihn per Sprachbefehl Ein- und wieder Ausschalten.

Yeedi Vac Station im Test – Wie gut funktioniert das Saugen?

Nachdem alle Vorbereitungen erledigt waren, war es nun an der Zeit, die Yeedi Vac Station zu testen. Ich wählte die niedrigste Saugoption von den dreien und er saugte einmal durch. Drei Dinge sind mir im Vergleich zu den Robotersaugern, die ich bisher besessen habe, besonders aufgefallen: Die Kartenfunktion und Navigation sind wirklich sehr gut. Die App zeigt eine Karte mit Statusmeldungen und einem kleinen Symbol für den Staubsauger an. Nicht dass ich bei der Größe meiner Wohnung nicht eh ungefähr wüsste, wo sich der Yeedi gerade befindet, trotzdem ein praktisches Feature. Das zweite ist die Anpassung der Saugleistung. Yeedi erkennt, welche Teppiche ich habe und passt die Saugkraft entsprechend an, um diese Bereiche zu reinigen. Drittens, wenn du aktuelle Daten über deinen Robotik magst, bietet dir Yeedi diese in der App an. Egal ob er gerade auf der Jagd nach Wollmäusen ist, sich unter dem Sofa vergraben hat oder eine Socke verschluckt hat, er zeigt dir seinen Status immer in der App an.

Als Hunde- und Roboterstaubsaugerbesitzer der ersten Stunde interessiert mich bei jedem neuen Modell natürlich auch immer, ob eine Häufchen-Apokalypse erkannt und verhindert wird. Allen hundelosen Roboterstaubsaugerfans schulde ich vermutlich eine Erklärung. Auch wenn man es sich anders wünscht, in seltenen Fällen liegt auch mal ein Häufchen in der Wohnung. In Kombination mit einem automatische geplanten Reinigungsdurchlauf kann dies zu einem regelrechten Armageddon führen. Den Staubsaugerroboter kann man danach wegschmeissen und seine Wohnung grundreinigen. Wer mutig ist, klickt auf den folgenden Link und landet in der Google Bildersuche. Ich habe Euch gewarnt. 😉

Um direkt zu Kern der Frage zu kommen: Nein, der Yeedi Vac Station erkennt auch keine Hinterlassenschaften, getestet habe ich dies mit einem dunklen gefalteten Handtuch auf dem Boden. Aber um fair zu bleiben, bisher gibt es keinen, mir bekannten Roboterstaubsauger, der die poopocalypse wirklich verhindern kann. Es gibt aber einen paar Hacks für den Roomba, wie gut die aber funktionieren, habe ich bisher nicht getestet.

Das Saugergebnis und die Saugkraft würde ich als sehr gut beurteilen. In meiner Wohnung mit Parkettboden, Fliesen und ein paar Teppichen hat sich der Yeedi Vac Station gut zurechtgefunden und sowohl Tierhaare als auch Staub problemlos entfernt. Nach Beendigung der Reinigung, oder bei leerem Akku, kehr der Roboter zurück zur Basisstation, leert seinen Staubsaugerbeutel und lädt den Akku wieder auf. Die „Vac Station“ ist ausreichen dimensioniert und nimmt mir die Arbeit ab, immer mal wieder zu schauen, wie voll der Staubsaugerbehälter gerade ist. Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer weiss, wie schnell so ein kleiner Behälter voll sein kann.

Das gefällt mir am Yeedi Vac Station

  • Selbstentleerung
  • Bereichssperrung und Kartierung in der App
  • Alexa-Kompatibilität
  • Verschiedene Saugstärken
  • Mikrofaser-Mopp wiederverwendbar
  • Niedrige Höhe ist ideal, um unter und in der Nähe von Küchenschränken zu wischen

Verbesserungen, die ich mir wünschen würde:

  • Verzicht auf die Staubsaugerbeutel in der Absaugstation
  • Nutzung der Kamera zur Vermeidung einer „Poopocalypse“

Mein Fazit zum Yeedi Vac Station

Für den mir bisland recht unbekannten Hersteller Yeedi ist der Staubsaugerroboter wirklich gut gelungen. Besonders die flache Bauweise, die sehr gute Wegfindung und Kartierung und die Absaugstation finde ich praktisch. Ebenso die Teppicherkennung und die einstellbare Wassermenge. Bis auf die integrierte Kamera gibt es aber keine Alleinstellungsmerkmale gegenüber den bekannten Modellen von Roborock.

Momentan ist der Vac Station noch nicht in Deutschland erhältlich, das wird sich aber in den nächsten Wochen ändern. Der Preis wird dann um 330 Euro liegen.

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