Test: Blink – kabelloses, smartes HD-Kamera-System

Kameras und Überwachungskameras gibt es von vielen Herstellern in allen erdenklichen Varianten, doch sie haben einen entscheidenden Nachteil – Sie brauchen Strom! Entweder man verlegt das Kabel für seine Überwachungskamera dann auf Putz, in einem Kabelkanal oder lässt es einfach “hängen”. Das sieht leider alles nicht sonderlich toll aus. Zudem ist man durch das Stromkabel nicht so flexibel was die Platzierung der Kamera angeht.

Der Hersteller “blink” hat jetzt ein smartes HD-Kamera-System vorgestellt, das vollkommen ohne Kabel auskommt – welche Vorteile und Nachteile das hat, das haben wir für Euch getestet.

Was ist blink überhaupt?

Herzstück von blink ist das Sync-Modul, dass sich mit Eurem Netzwerk verbindet und danach Eure Kameras steuern kann. Das Sync-Modul ist das einzige Teil, das Strom aus der Steckdose benötigt. Die blink Kameras kommen vollständig ohne Kabel aus. Der Strom kommt über zwei Batterien, die im Schnitt etwa ein-zwei Jahre durchhalten sollen (bei geringer Benutzung sogar bis zu 5 Jahre), Kontakt mit der Außenwelt nimmt die blink-Kamera per WLAN auf.

Doch wie kommt die Kamera solange mit Batterien aus? Hier hat der Hersteller sich wirklich etwas einfallen lassen: Denn die blink-Kameras sind nicht durchgängig an, sondern nur wenn sie wirklich benötigt werden. Entweder Ihr greift über die blink-App von Außen auf die Kameras zu, dann schalten Sie sich automatisch ein, oder ihr habt den Bewegungsmelder aktiviert, dann registriert die smarte Kamera Bewegungen, zeichnet ein Video von 5 – 60 Sekunden Länge auf und informiert Euch per Push-Mitteilung. Danach könnt Ihr entweder das aufgenommene Video ansehen oder Euch live mit der Kamera verbinden. Zur Bewegungserkennung nutzt blink nicht die Kamera, sondern einen unterhalb der Linse verbauten Bewegungsmelder. Erst wenn dieser ein Signal gibt, schaltet sich auch die Kamera ein. Dadurch kommt die Kamera ohne Kabel und nur mit Batterien aus.

Einfache Einrichtung des blink-Systems

Nach dem Auspacken der Kamera und des Sync-Moduls geht die Einrichtung leicht von der Hand. Als erstes schließt Ihr das Sync-Modul mit dem mitgelieferten USB-Kabel und Adpater an die Steckdose an. Etwas verwirrend sind ein zusätzlicher USB-Port sowie eine Netzwerkbuchse. Beides wird von Euch NICHT benötigt. Danach installiert Ihr am besten die blink-App, die ist für Android und iOS erhältlich. Sobald Ihr die App installiert habt, und Euch einen Account abgelegt, verbindet Ihr Euch mit dem Sync-Modul. Dazu gebt Ihr die 4-stellige ID Eures Sync-Moduls an, die Ihr auf der Rückseite findet. Das Passwort zum verbinden steht dort ebenfalls. Bis zu 10 Kameras lassen sich so mit einer Basisstation verbinden.

Kameras hinzufügen

Kameras hinzufügen geht ebenso einfach. Entfernt die hintere Abdeckung Eurer Kamera, legt die Batterien (2x AA) ein und befestigt mit einem Klick die Halterung. Danach fügt Ihr in der App die Kamera mit Hilfe der Seriennummer (steht auf einem Aufkleber unter der Batterieabdeckung) einfach hinzu.
Danach könnt Ihr Eure Kamera an einem beliebigen Platz in Eurer Wohnung oder Eurem Haus positionieren. Lediglich wettergeschützt muss es sein, dazu aber später noch mehr. Dank der cleveren Halterung könnt Ihr die Kamera entweder ankleben oder anbohren und danach durch kippen und drehen genau ausrichten.

Ich habe meine blink-Kamera in Wohnzimmer über einem Fenstersturz angebohrt. Dort habe ich alles optimal im Blick, eine Steckdose für eine normale Kamera wäre aber dort nicht in der Nähe. Da die Kamera so kompakt, dass sie bequem in eine Handfläche passt und dazu sehr dezent in weiß gehalten ist, fällt sie wirklich kaum auf.

Bildqualität der blink-Kamera

Die blink-Kamera nimmt in 720p HD auf und hat einen sehr guten Sichtbereich von 110°. Die Videoqualität finde ich durchaus gut und für eine Überwachungskamera mehr als ausreichend. Bei gutem Licht sind die Bilder scharf und detailreich, wird es dunkler schaltet die Kamera automatisch (dies kann aber auch deaktiviert werden) eine LED zur Beleuchtung an. Nutzt man die Bewegungsmelder-Funktion, die man in der App auch zeitgesteuert aktivieren kann, nimmt die Kamera sobald die eine Bewegung erkennt direkt auf. Wahlweise von 5 bis 60 Sekunden. Die Clips werden dann auf den blink-Server geladen von dem Ihr die Videos jederzeit abrufen könnt. Dieser Service ist kostenlos und ohne weitere Gebühren möglich.

Weitere Funktionen des blink-Systems

Über die blink-App könnt ihr jede Menge Funktionen konfigurieren. Für jede Kamera kann man einen Namen und ein Vorschaubild vergeben. Ebenso sind die wichtigsten Einstellungen für jede Kamera separat einstellbar. Das heißt Ihr könnt bei jeder Kamera entscheiden ob Sie euch bei Bewegungserkennung benachrichtigen soll, wie lange das aufgezeichnete Video sein soll und natürlich auch wie empfindlich die Bewegungserkennung auslöst. Dazu besitzt jede Kamera einen Temperatursensor, der Euch auf Wunsch bei unter- oder überschreiten einer von Euch eingestellten Temperatur benachrichtigt. Die aktuelle Temperatur könnt Ihr natürlich auch ablesen.

Um das gesamte System in den Alarm-Modus zu schalten könnt Ihr entweder in der App einen Button drücken, oder Ihr konfiguriert einen Zeitplan zu dem die Bewegungserkennung aktiviert ist. Eine Art Geofencing, das beispielsweise das System automatisch aktiviert wenn Ihr zum Beispiel das WLAN verlasst oder Euch aus einem definierten Bereich bewegt gibt es leider (noch) nicht, soll aber laut Hersteller bald hinzugefügt werden.

Sicherheit & Speicherplatz

Die Aufnahmen die durch die Bewegungserkennung ausgelöst werden, werden auf dem blink-Server gespeichert. Den Speicherplatz, den ihr dort zur Verfügung habt reicht für 1440 Aufnahmen zu je 5 Sekunden oder eine Gesamtlänge von 120 Minuten. Über die App könnt Ihr die Aufnahmen ansehen, herunterladen und natürlich auch löschen. Damit Ihr immer seht wann die Kamera gerade aufnimmt und wann nicht ist eine blaue LED verbaut, die laut Hersteller nicht deaktiviert werden kann. Momentan ist das Speichern der Clips nur in der Cloud möglich, es wird aber bereits an lokaler Speicherung gearbeitet.

Was kann man von blink noch so erwarten?

Oben war schon erwähnt worden, dass die weiße blink-Kamera nur im Innenbereich eingesetzt werden kann. Eigentlich schade, denn gerade für den Außenbereich ohne Stromanschluss ist eine kabellose Überwachungskamera mit Akku ja bestens geeignet. Das dachte sich auch der Hersteller, daher gibt es die blink demnächst auch in wasserdicht in schickem schwarz.

An weiteren Features, die demnächst kommen gibt es das Geofencing, das den Bewegungsmelder automatisch einschaltet wenn ihr einen definierten Bereich verlasst, einen Multi-System-Support um von mehreren Mobilgeräten auf das gleiche Überwachungssystem zugreifen zu können und viele weitere spannende Neuerungen, darunter auch die Anbindung an IFTTT.

Mein Fazit zum blink HD-Kamerasystem

Auf mich hat das blink-System einen wirklich runden Eindruck gemacht. Es ist einfach einzurichten, sehr gut verarbeitet und liefert eine gute Bildqualität. Die App ist gut bedienbar und nicht so überladen wie manch andere Apps. Dazu kommen clevere Funktionen wie der Bewegungsmelder und Temperatursensor. Das absolute Killer-Feature ist natürlich der Batteriebetrieb, der den Einsatz der blink-Kamera kabellos an fast jedem Ort möglich macht. Das bietet sonst kaum ein vernünftiges und hochwertiges Kamerasystem.

Wenn jetzt die angedachten Features wie Geofencing, wasserdichte Kamera, IFTTT-Support und lokale Speicherung der Aufnahmen kommen, dann ich blink wirklich ein geniales, kabelloses Überwachungssystem.

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