Kryptowährung Chia: Eine Alternative zum Bitcoin

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Die Kryptowährung Chia ist zwar schon seit einigen Jahren eine der zahlreichen neuen Währungen am Markt, jetzt ist die Digitalwährung aber auch an einigen Börsen handelbar. Ähnlich wie in der Anfangszeit bei Bitcoin lassen sich die CHIA-Coins am heimischen PC erzeugen – allerdings mit einem ganz besonderen Konzept.

Denn anders als beim Bitcoin, der eine enorme Rechenleistung zum validieren von Transaktionen und dem damit belohnten Mining benötigt, braucht man zum Mining von CHIA Coins keine Hochleistungshardware. CHIA Coins werden verdient indem man Speicherplatz zur Verfügung stellt. Statt schnellen Prozessoren oder teuren Grafikkarten benötigt ein CHIA Miner nur Festplatten, davon allerdings einige. Insgesamt soll so aber wesentlich weniger Strom verbrauch werden, als beim Bitcoin Mining.

Ähnlich wie beim Bitcoin verdrängen große Investoren aber auch bei CHIA immer mehr die kleinen Miner, die die Digitalwährung am heimischen PC erzeugen. Und auch die initialen Kosten sind nicht ganz gering, denn möchte man die digitalen Münzen selber herstellen, sind aktuell Investitionen im 5-stelligen Bereich notwendig. Der größte Teil der Kosten fällt dabei auf den Kauf von Festplatten und dazugehöriger Hardware. Auch eine schnelle Internetverbindung ist notwendig, mit einem handelsüblichen Internetanschluss macht das Bereitstellen des Speicherplatzes nur wenig Sinn.

Seit wenigen Tagen sind CHIA-Coins auch auf größeren Crypto-Börsen handelbar, momentan allerdings noch nicht in der Yuan Pay Group App. Sollten sich die neue Digitalwährung durchsetzen, könnte dies durch einen weiteren Anstieg der interessierten Großinverstoren dazu führen, dass Festplatten und bestimmte Prozessoren global immer teurer werden oder auch Lieferengpässe entstehen.

CHIA – Keine Währung für Einsteiger

Das Mining von CHIA Coins war noch nie ein ganz einfaches Unterfangen, doch die Anforderungen sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Die Software ist nur mit langen Einarbeitungszeit zu bedienen und durch den Einstieg von Mining-Farmen steigen auch die Hardwareanforderungen. Da nur die schnellsten und größten Anbieter von Speicherplatz wirklich Geld verdiene, wird es für kleine und private Miner immer schwieriger. Auch die schnelle Weiterentwicklung des CHIA-Netzwerkes kann dafür sorgen, das Coins die nicht schnell genug validiert werden, schon wieder ungültig sind.

Wer aktuell in Chia-Mining einsteigen möchte, sollte versuchen sich mindestens 100 Parzellen zu sichern. Eine Parzelle benötigt 356 Gigabyte Speicherplatz und 4 Gigabyte RAM. Die Investitionskosten sind daher nicht ganz unerheblich.

Trotz hoher Investitionskosten herrscht beim CHIA-Mining im Moment eine regelrechte Goldgräberstimmung – viele Investoren und Miner hoffe auf einen ähnlichen Preisanstieg der neuen Kryptowährung wie einst bei Bitcoins.

Was ist CHIA überhaupt?

Chia Coins sind eine Cyberwährung des Start-Ups Chia. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco wurde von Bram Cohen, einem der Miterfinder des Bitorrent-Netzwerk gegründet. Im Gegensatz zu Bitcoin setzt Chia voll auf die Bereitstellung von dezentralem Speicherplatz. Das Chia System, dass über die Timelord-Server gesteuert wird erzeigt so genannte Parzellen. Je mehr Speicherplatz bereitgestellt wird, desto mehr Parzellen können erzeugt werden. Doch es kommt nicht nur auf die Größe des Speicherplatzes, sondern auch auf Schnelligkeit an, daher sind SSD (Solid-State-Disk) im Chia-Netzwerk von großem Vorteil. Ähnliche wie beim Bitcoin-Netzwerk steigt hier mit der Anzahl der verfügbaren Münzen auch die Schwierigkeit. Werden momentan alle 10 Minuten noch 64 Chia-Coins generiert, sollen es 2034 nur noch 6 sein. Diese künstliche Verknappung soll auch für eine Preisstabilität und weniger Fluktuation der Kurse sorgen.

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