Dogecoin: Ist die Spaßwährung wirklich ein Investment wert?

Dogecoin: Ist die Spaßwährung wirklich ein Investment wert? 1

In den letzten Wochen war der Kryptomarkt stark in Bewegung. Wer Anfang des Jahres in Bitcoin investiert hat, konnte sich, trotz des starken Rückgangs in dieser Woche über satte Gewinne freuen. Doch eine Währung sorgte für einen besonders großen Gewinn und auch um staunende Blicke: Die eigentlich als Spaßwährung gegründeten Dogecoins. Mit einer Martkapitalisierung von über 50 Milliarden Dollar sorgte die Digitalwährung für einen wahren Goldrausch unter den Altcoin-Investoren. Nicht zuletzt war dafür auch Elon Musk verantwortlich, der die Coins in einigen Tweets massiv bewarb.

Nach seinem Tweet, in dem er verkündetet mit den Entwicklern des Dogecoin zusammenzuarbeiten, schnellte der Kurs massiv in die Höhe. Bis zu 10.000 Prozent Plus sind selbst in stark volatilen Markt der Digitalwährungen sehr selten. Als Altcoin und damit auch an die Leitwährung Bitcoin gebunden, steigt und fällt sie eigentlich immer synchron. Gut zu beobachten auch auf der Webseite Bitcoin Revolution.

Doch was sind Dogecoins eigentlich?

Im Dezember 2013 starteten die Dogecoins ENtwickler die Währung als Parodie auf den Bitcoin. Als Maskottchen dient die japanische Hunderasse Shiba Inu, die auch den Dogecoin ziert. Trotz des vermeintlichen Spaß-Charakters wurden Dogecoins innerhalb kurzer Zeit zu einer beliebten Kryptowährung.

Und dass obwohl es in der Anfangszeit noch keine Möglichkeit gab die Tokens auf einer bereits bestehenden Blockchain einfach zu erstellen. Die Funktionsweise der Dogecoins ist ähnlich wie bei den LiteCoins, ein Proof-of-Work-Algorithmus (PoW) sorgt für die Validierung der Transaktionen. Ähnlich wie bei Bitcoins suchen bei DOGE die Miner nach neuen Blöcken und verarbeiten dabei die ausstehenden Transaktionen im Netzwerk.

Im Gegensatz zu LiteCoin und Bitcoin ensteht bei DOGE jede Minute ein neuer Block mit 10.000 neuen Coins. Auch eine maximale Begrenzung ist, im Gegensatz zu Bitcoins, nicht vorgesehen. Damit steigt die Anzahl der verfügbaren Dogecoins jede Minute, theoretisch bis ins Unendliche. Und gerade dieser Faktor macht DOGE zu einem sehr unsicheren Investment, denn mit täglich 14,4 Millionen neuen Coins sinkt der Wert der bereits bestehenden Coins praktisch immer weiter. Das heizt den Verkaufsdruck natürlich zusätzlich an.

Auch zu bedenken geben sollte, dass 70 Prozent aller im Umlauf befindlichen Dogecoins in nur 11 Wallets liegen. Diese massive Konzentration birgt die Gefahr eines massiven Kursverfalls, falls einige der größten Wallets Ihre Coins abstoßen sollten. Entscheidet sich einer dieser Großinvestoren zu einem Verkauf, kann dies innerhalb kürzester Zeit zu einem massiven Kursabsturz führen, bis hin zu einem Totalverlust des eigenen Investments.

Wer also in Dogecoins investieren möchte, sollte sich seine Investition nicht nur gut überlegen, sondern auch nur Geld investieren, auf dass er im Zweifelsfalle auch verzichten kann. Denn nicht vergessen sollte jeder Investor, dass DOGE weiterhin ein Spaßprojekt ist, dass nur durch prominente Unterstützer wie Elon Musk dieser massive Preisanstieg zu erklären ist. Denn DOGE hat keinen realen Nutzen und löst auch keines der Probleme, die Bitcoin und andere Kryptowährungen mit sich bringen. Jeder Kursanstieg birgt die Gefahr, dass einer der Großinvestoren sein Portfolio auflöst und damit den Untergang der Kryptowährung einleitet.

Bereits im letzten Bullrun 2017 zeigte sich, dass zwar die Altcoins mit den lautesten Fürsprechern massiv an Wert gewinnen, aber im Bärenmarkt mangels Substanzen wieder in der Versenkung verschwinden. Im Momentan vollkommen überhitzten Markt der DOGE-Investoren kann daher von einem Investment zum jetzigen Zeitpunkt, in unserem Augen, nur abgeraten werden.

Schreibe einen Kommentar