Nachhaltigkeit fängt bei Gadgets an

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Immer bunter, immer vielseitiger, immer mehr: Der Market für technische Gadgets kennt seit Jahren nur eine Richtung. Schwer vorstellbar, dass es mal Zeiten gegeben hat, in denen man nicht das Wissen in der Hosentasche hatte oder in denen eine Armbanduhr einfach nur die Zeit angezeigt hat. Doch in Zeiten einer breiten öffentlichen Diskussion über Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind sich selbstverständlich auch die Fans technischer Spielzeuge darüber im Klaren, dass Gadgets in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen und dass in mancher Hinsicht ein Umdenken erforderlich ist.

Elektromüll aus einem sich immer schneller drehenden Kreislauf

Vom intensiven Wettbewerb gedrängt, werfen die Hersteller von Gadgets seit Jahren eine Produktneuheit nach der anderen auf den Markt, in immer kürzeren Abständen. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine echte Innovation handelt oder nur um das Feintuning schon vorhandener Produkte, alle werden als das ultimative, neueste und modernste Gerät ihrer Art vorgestellt und genügend Kunden überall auf der Welt verlangt es genau danach; immer das Ultimative, Neueste und Modernste zu besitzen.

Zurück bleibt ein riesiger und beständig wachsender Berg von nicht mehr gebrauchten Geräten, deren Entsorgung alles andere als einfach ist. Oft werden diese einfach zusammengeworfen und irgendwo hin verschifft, wo Menschen dann unter unwürdigen Bedingungen aus unserem Elektromüll noch den letzten verwertbaren Rest herauskratzen. Die Entsorgung ist ein Problem, genauso wie die Herstellung. Schon bei der Gewinnung der Rohstoffe in fernen Ländern wird oft wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen und auch die Bedingungen für die Arbeiter, die unsere Geräte dann zusammensetzen, können einer ernsthaften Überprüfung oft nicht standhalten. So ist unser Appetit auf das neueste Gadget durchaus ein Faktor, der dem Streben nach mehr Umweltschutz in vielen Aspekten widerspricht. Doch was ist die Lösung?

Nachhaltige Gadgets

Wie können Technikliebe und Umweltschutz zusammenkommen?

Tatsächlich haben wir als Verbraucher mehrere Hebel, die wir einsetzen können. Der eine ist kritisches Hinterfragen. Wenn die Hersteller von elektronischen Gadgets bemerken, dass Verbraucher nicht einfach nur kaufen, sondern genaueres über Herstellung und Entsorgung wissen wollen, dann führt das über kurz oder lang zu einem Umdenken in den Chefetagen, denn Kundenzufriedenheit ist ein wichtiges Gut für diese Anbieter.

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Ein anderer Hebel ist das eigene Verhalten. Muss jedes Teil sofort ersetzt werden? Lohnt sich eine Neuanschaffung wirklich? Kann dieser oder jener Schaden nicht mit ein paar einfachen Handgriffen wieder repariert werden? Solche Überlegungen entlasten nicht nur den Geldbeutel, sondern eben auch die Umwelt. Und es gibt noch eine Möglichkeit, der den finanziellen Aspekt noch erweitert, nämlich das Aufheben und Verkaufen. Tatsächlich gelten viele der älteren Geräte, die wir als aus der Zeit gefallen belächeln, in interessierten Kreisen als Klassiker, die heute viel Geld wert sind. Wer weiß schon, ob das Handy mit dem Lackschaden oder das Tablet mit der verkratzten Rückseite nicht in ein paar Jahren einen warmen Geldregen einbringen kann? Auf jeden Fall lohnt es sich oft, die Gadgets pfleglich zu behandeln und sie erst einmal aufzubewahren. Und im Sinne der Umwelt lohnt es sich, nicht sofort nachzukaufen.

1 Comment
  • WildsauSEO

    Toller Beitrag, stimme vollkommen zu. Es gibt leider Menschen die bei jeder Neuheit zugreifen, egal ob ihr jetziger Gerät erst ein Jahr alt ist oder noch voll in Takt. Ich persönlich besitze meinen Smartphone seit 5 Jahren und werde dies auch solange er funktioniert weiterhin nutzen. Natürlich darf jeder machen was er möchte, aber trotzdem dürfen wir den Umweltfaktor nicht vergessen und müssen bewusster damit umgehen.

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