Digitalisierte Kindheit

Die Digitalisierung hat sich schon tief in unserem Alltag verankert. Der technologische Fortschritt hinterlässt seine Spuren schon in den ersten Lebensjahren. Daher diskutieren Wissenschaftler seit langem über die Zweckmäßigkeit der frühzeitigen Nutzung eines Tablets, Smartphones oder Computers im Kindesalter. Die zahlreichen Forschungsarbeiten geben immer mehr Denkanstöße. Ab welchem Alter sollten Eltern ihren Kindern den Zugang zu Gadgets erlauben? Kann ein Tablet eine gute Alternative zu einem Buch sein? Welche Risiken sollen die Eltern bereit sein einzugehen, wenn ihre Kinder im Internet surfen? Diese und viele weitere Fragen lassen sich schwer eindeutig oder allgemeingültig beantworten.

Smartphone bei der Kindererziehung

Die Kindheit der im 21. Jahrhundert Geborenen verläuft schon ganz anders, als die der Kinder aus den 90er Jahren. Denn nun haben auch die Eltern neue Möglichkeiten um Ihre Kinder digital zu beschäftigen um sich so etwas mehr zu entlasten. Dieser Weg hat aber viele Stolpersteine und die Grenze zwischen dem vernünftigen Smartphone-Umgang und einer Gadget-Sucht ist sehr fein. Einige Eltern stehen zu radikal zu einem frühen Gebrauch der digitalen Erfindungen. Sie sehen darin eine große Gefahr und befürchten, die innovativen Technologien könnten Ihre Kinder negativ beeinflussen oder eine Abhängigkeit auslösen. Andere bestehen darauf, dass interaktive Spiele sowie die Lernprogramme die Kindesentwicklung beschleunigen und zur Selbstständigkeit erziehen. Beide Meinungen haben ihre Anhänger sowie Gegner und werden immer mit neuen Argumenten untermauert.

Kein Gadget – kein Problem

Die Erwachsenen, die jeweilige interaktive Unterhaltungsmöglichkeiten verweigern, haben Angst vor schlechten Auswirkungen sowohl auf die psychische Gesundheit als auch auf das körperliche Wohlbefinden ihrer Kinder. Zum Teil haben sie Recht, entscheidend ist aber dabei die Zeitdauer, die die Kleinen mit einem Smartphone verbringen. Wie gesagt: Allzu viel ist ungesund. Deshalb ist es wichtig, die Freizeit ihres Nachwuchses unter Kontrolle zu halten. Darüber hinaus stellen die Eltern die Entwicklung und das Lernen mithilfe von Gadgets in Zweifel. Das ist durchaus nachvollziehbar. Kinder lernen schneller Tasten zu drücken, anstatt mit einem Stift zu schreiben und sie würden lieber auf einem Tablet spielen, anstatt Lego zu sammeln. Ein weiteres Problem, das durch übertriebenen Gebrauch der digitalen Technologien entstehen kann, die Abgrenzung von der Realität. Die wachsende Tendenz, sich abzusondern, kann schlimme Folgen nach sich ziehen. Wenn ein Kleiner die Zeit lieber mit dem Handy verbringt, als mit den Altersgenossen, ist es schon ein Zeichen Alarm zu schlagen. Die “digitalisierte Kindheit” birgt noch eine drohende Gefahr in sich. Jede menge Gewalt und ungeeignete Inhalte im Internetraum sind ständig verfügbar und sehr leicht zugänglich. Den ganzen Informationsfluss im Internet zu kontrollieren ist kaum möglich, das Verbot ist daher der einfachste Ausweg für Erwachsene.

Mit der Zeit fortschreiten

Die Befürworter der digitalisierten Erziehungsmethode können aber auch viele Argumente vorbringen, die mehrmals bestätigt wurden. Die Eltern, die die moderne Lebensweise bevorzugen und von den neuesten Technologien profitieren wollen, nutzen verschiedene Gadgets bei der Erziehung ihrer Kinder sehr gern. Wenn die Eltern den verantwortungsbewussten Umgang mit einem Gadget fördern und die Zeit richtig einteilen, kann ein Smartphone selbst für die Kleinsten viel Nutzen bringen. Unsere Gegenwart und Zukunft sind stark durch die Digitalisierung geprägt, die Entstehung der neuen Berufe ist ein Beweis dafür. Damit sich die Kinder schneller in die digitalisierte Gesellschaft integrieren, wird ihnen der frühzeitige Umgang mit elektronischen Geräte beigebracht. Die Erwachsenen betonen, dass die Winzlingen mithilfe von einem Computer oder Tablet ihre Gehirnaktivität und Vorstellungskraft entwickeln. Die unbegrenzte Zahl der Lernprogramme und Lernspiele, die man kostenlos im Netz herunterladen kann, trägt auch zum Familienbudget bei, da man auf solche Weise viel sparen kann. Ein herkömmliches Buch sieht nicht so attraktiv für die Kinder aus, wie zum Beispiel ein Smartphone. Die Eltern können aber sehr leicht das Interesse am Lesen wecken, wenn sie ihren Kindern vorschlagen, ein Märchen auf einem Tablet zu lesen. Daraus resultiert, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit den “innovativen Gütern” viele Pluspunkte bringen kann. Zum Schluss lässt sich sagen, dass die Kindererziehung eine ganz individuelle Sache ist, denn man kann niemanden zu eigenen Erziehungsmodellen zwingt. Jede Familie wählt selbst einen Weg, der für ihr Kind geeignet ist. Wie jede Tendenz, die in die Massen geht, wirft Digitalisierung viele widersprüchliche Fragen auf. Was Erziehungsprozesse angeht, ist es besonders diskutabel. Die goldene Mitte zu halten, ist wie immer die einzige triviale Lösung. Das Einsteigen eines Kindes in die digitalisierte Welt müssen die Eltern auf jeden Fall begleiten.

Unsere Autorin Nicole R. ist bei der Schreibagentur Akadem-ghostwriter.de tätig. Wir freuen uns über jegliche Kommentare!

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1 Antwort

  1. Andree sagt:

    Ich finde es absolut bedenklich, wenn ich ein Kind im Kinderwagen mit einem Smartphone rumspielen seh. Vor allem den Punkt mit der Ausgrenzung aus dem realen Leben sehe ich hier auch ganz groß. Auf der anderen Seite finde ich es absolut wichtig, dass ein Kind in der Schule den richtigen Umgang mit elektronischen Geräten und digitalen Medien lernt. Möglicherweise ist hier der Gesetzgeber gefragt, dass er eine klare Linie vorgibt und hier ein verantwortungsvolles Erziehungsprogramm entwirft.

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