Screensharing per Wifi mit Airtame

Update des Artikels: Günter Born hat in einem Artikel seines Blogs den aktuellen Stand von Airtame näher beleuchtet. Leider klingt das ganze weit entfernt von „toll“. Vielen Dank für den Nachbericht!

Das dänische StartUp möchte mit Airtame den Kabelsalat endlich bändigen und Screensharing ganz einfach machen. Ganz ohne technisches Gefricckel soll es möglich sein mit dem Airtame-Adapter ein Bild auf mehreren Bildschirmen anzuzeigen. Ganz ohne Kabel, Adapter oder Treiber. Um dieses Ziel zu erreichen sammelt das StartUp momentan noch Geld auf der Plattform Indiegogo ein. Das gesetzte Ziel von 160.000$ zur Produktion der ersten Airtame Geräte wurde bereits erreicht und mit aktuell 263,343$ sogar deutlich überfinanziert. Somit kann man sich freuen ungefähr mitte 2014 die ersten Airtame Geräte kaufen zu können.

Airtame Screensharing

Was kann Airtame?

Mit Airtame soll man, so der Hersteller, seinen Bildschirm auf drei verschiedene Arten teilen können.

  1. Duplicate Screen – Der Bildschirm wird exakt geklont auf dem durch Airtame verbundenen zweiten Bildschirm dargestellt.
  2. Extend Desktop – Der per Airtame verbundene Bildschirm / Beamer /wassauchimmer funngiert als erweiterte Desktop. Fenster können zwischen den Bildschirmen hin und her geschoben werden. Sehr gut für Präsentationen geeignet, da man auf dem eigenen Bildschirm immer noch andere Sachen anzeigen lassen kann.
  3. Duplicate to multiple screens – Das Killer-Feature des Airtame. Mit dieser funktion kann der Desktop auf so vielen Anzeigegeräten (Bildschirmen / Beamern /etc) wie nötig angezeigt werden. Natürlich ist pro Gerät ein Airtame notwendig.

Wie funktioniert Airtame?

Airtame

Mit Airtame muss man sich keine Gedanken um Treiber oder DVI-, VGA-, HDMI- oder DisplayPort-Kabel machen. Denn absolut nihts muss im PC oder Laptop eingesteckt sein (WiFi vorausgesetzt!). Man muss lediglich den Airtame Adapter in seinen Bildschirm, TV, Beamer HDMI Port stecken und über USB mit Strom versorgen. Danach muss die Airtame-Software auf dem Rechner installiert und gestartet werden. Nun sieht man alle in der Umgebung befindlichen Adapter und kann nach Eingabe des Passworts mit dem Streaming beginnen. Ganz einfach, so scheint es.

Kompatibel wird Airtime mit Windows, MacOS und Linux sein. Entsprechende Apps für iOS und Android werden bestimmt nach Release folgen.

Airtame Alternativen

Natürlich ist die Idee des Screensharings nicht ganz neu – Airtame hat dieses Prinzip nicht erfunden. Auch Apple hat schon vor einiger Zeit versucht mit dem Apple TV Fuss zu fassen. Auch Google hat mit dem, bereits in den USA erhältlichen Google Chromecast, einen HDMI Streaming Stick im Angebot. Ebenso Miracast, die ein ähnliches Konzept verfolgen. Jedoch bieten alle Alternativen zum Airtame kein PC to PC Streaming und bisher auch nicht die Möglichkeit das gleiche Bild auf mehrere Geräte streamen zu können. Auch unterstützen die anderen Geräte zwar jeweils ihr eigenes Betriebssystem, aber nicht so komplett wie Airtame.

Das kleine StartUp aus Kopenhagen macht mit Airtame scheinbar sehr vieles richtig. Die Einrichtung der Software und Hardware scheint einfach zu funktionieren, die Bedienung übersichtlich zu sein. So ein umfangreiches Sharing zwischen verschiedenen Plattformen und Betriebssystemen bietet bisher keiner der Mitbewerber. Der Haken steckt jedoch in der bisher mangelnden Unterstützung mobiler Geräte. Zwar ist davon auszugehen, dass nach dem Launch mitten 2014 auch Apps für Android und iOS kommen, sicher ist das jedoch noch nicht.
Positiv ist allerdings, dass sowohl Hard- als auch Software von Airtame Open-Source sein werden. So können auch andere Entwickler und Hersteller Add-Ons und Weiterentwicklungen der Software produzieren. Airtame fordert andere Entwickler sogar dazu heraus mit der Software selber kreativ zu sein. Sogar eine Anbindung an den beliebten Raspberry Pi ist geplant.

Mit einem Preis von etwa 89$ kann man momentan über Indiegogo noch günstig eines der innovativen Geräte erwerben. Nach Abschluss der Indiegogo Finanzierung werden die Geräte mit 100$ im Handel leicht teurer sein.

MiniX NEO X7 Android 4.2 Quad Core Mini PC "Hisilikon edition", Smart TV Box
Preis: --
  • Extrem leistungsstarke Hardware (Quad Core CPU / 2GB RAM / 16GB int. Speicher)
  • Aktuellste Android 4.2.2 Version (Jelly Bean) / Voller Google Play Store Zugriff
  • Externe WLAN-Antenne 802.11b/g/n (2.4/5.0 GHz), Bluetooth 4.0, 100 Mbit-LAN
  • 1x HDMI 1.4a / 3x USB 2.0 Anschluss / 1x Micro-USB / Optical S/PDIF / 2x 3.5mm Kopfhörer/Lautsprecher
EZ CAST ALL STREAM Full HD 1080p WLAN WIFI Smart TV Streaming Dongle passend für EZCAST, MiraCast, DLNA und AirPlay
Preis: --
  • Auflösung 1080p Full HD, falls Ihr Fernseher dies nicht unterstützt können Sie auf 720p umschalten. 4 Betriebsmodi, einfache Bedienung über Startbildschirm am TV. Passend für Android, iOS/ OSX und Windows. Smartphone, Tablets. Signalübertragung via WLAN.
  • Modus 1: EZ Cast über App für Android (ab Version 4.0, auch Kindle Fire HDX) und iOS Smartphones oder Windows/ iMAC OSX Software. Unterstützt Darstellung von Fotos, Office Anwendungen, Webbrowser zum Surfen, direktes Streamen von der Smartphone Kamera, Abspielen von Musik, Videos, Präsentation von Powerpoint, Excel, Word. Spezieller Modus für die Wiedergabe von Youtube Videos.
  • Modus 2: DLNA: Das Standard Streaming Protokoll. Kompatibel zu vielen Playern.
  • Modus 3: Passend für Apple Airplay: Direktes Streaming von Apple iOS Smartphones oder Tablets (iPhone, iPad, alle Versionen).
  • Modus 4: Miracast für Android Geräte. Dabei wird der Bildschirm des Smartphone oder Tablets direkt auf den Fernseher gespiegelt.

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2 Antworten

  1. Matthias sagt:

    Lieber Günter, vielen Dank für Deinen Nachbericht. Ich habe mir erlaubt ihn direkt oben im Artikel zu verlinken. 🙂

  2. Zu „Das kleine StartUp aus Kopenhagen macht mit Airtame scheinbar sehr vieles richtig. Die Einrichtung der Software und Hardware scheint einfach zu funktionieren, die Bedienung übersichtlich zu sein.“

    Wir sind nun ein Jahr weiter – die ersten Beta-Exemplare treffen bei den Supportern ein. Und so richtig jubeln will, nach meinem persönlichen Eindruck, auch niemand. Beim mir im Blog habe ich hier (http://goo.gl/Bnxc63) einen Nachtragsartikel veröffentlicht – und jetzt trudeln erste Kommentare ein – von „geht, aber ich nehme AirPlay“, bis hin zu „funktioniert nicht“. Den Entwicklern sei der Erfolg zu wünschen – aber momentan tue ich mich schwer zu erkennen, wie das Projekt „abheben könnte“. Was habe ich übersehen?

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