9 Tipps für den Kauf einer digitalen Kamera

Wie finde ich die Richtige Digitalkamera, die zu mir passt?Wer mit dem Kauf einer digitalen Kamera liebäugelt ist ihm Elektronikmarkt seines Vertrauens einer riesigen Auswahl an Modellen ausgesetzt. Dabei übertreffen sich die Hersteller mit Superlativen an Megapixeln, Displayauflösung und Zusatzfeatures.

Leider ist manch so neue Innovation nicht mehr als geschickte Neuauflage alter Elektronik. Auf was man beim Kauf einer digitalen Kamera wirklich achten sollte, zeigen wir an Hand von 9 Tipps.




1. Größe der Kamera

Im Grunde gibt es vier verschiedene Bauformen digitaler Kameras. Beginnend mit der größten ist die digitale Spiegelreflexkamera mit austauschbaren Objektiven die wohl größte. Danach kommen die so genannten Bridge-Kameras, die einen recht kompakten Body (Gehuse der Digitalkamera besitzen), trotzdem aber noch den Austausch von Objektiven ermöglichen. Danach kommen die kompakten Digitalkameras gefolgt von Ultrakompakten Digitalkameras.

Welche Größe für einen die beste ist, hängt natürlich von den Anfordernisssen ab. Wer ab und an mal einen Schnappschuß machen möchte und die Kamera immer dabei haben will, ist mit einer kompakten oder ultrakompakten Digitalkamera gut bedient. Wer aber Funktionsvielfalt, höchste Bildqualität und viele manuell einstellbare Funktionen haben möchte, sollte lieber zu einer Spiegelreflexkamera greifen.

2. Viele Megapixel machen das Bild nicht besser

Oft übertreffen sich die Hersteller aktueller Kameras mit der schieren Anzahl der Megapixel. Das bedeutet, dass die Bilder am PC eine (angeblich) höhe Auflösung haben. Dies bedeutet aber nicht zwingend, dass die Bilder auch eine bessere Qualität haben.

Denn je höher die Auflösung, desto größer sollte auch der Sensor sein. Ist er es nicht, trifft häufig unschönes Bildrauschen auf.

Ein Bild mit 10 Megapixel reicht schon aus um davon einen Abzug als großes Poster machen zu lassen.

Die Bildqualität ist entscheidend, nicht die Anzahl der Megapixel.

3. Display

Analoge Kameras, deren Bilder erst entwickelt werden müssen sind einfach veraltet. Einer der wichtigsten Punkte, die für eine Digitalkamera sprechen ist natürlich ein tolles Display, auf dem man seine Fotos direkt anschauen kann.  nicht gelungene oder unerwünschte Fotos können direkt gelöscht werden.

Wichtig ist beim Display natürlich eine hohe Auflösung und eine anständige Helligkeit. Denn im starken Sonnenlicht ist bei dunklen Displays kaum noch etwas erkennbar.

Hat die Kamera gar keinen Sucher mehr, sondern nutzt nur das Display als Sucher ist die Bedeutung des Displays natürlich noch größer.

Zusatzfunktionen wie Touchscreen Bedienung, verstellbarer Winkel, IPS-Panel oder andere Gadgets sind zwar nett, oft aber auch recht teuer. Daher sollte man sich vor dem Kauf überlegen, welche Funktionen man wirklich braucht.

4. Akkuleistung und Speicher

Leider schreiten Innovationen auf dem Akkumarkt momentan recht langsam voran. Daher muss eine gute digitale Kamera die Balance zwischen Funktionen, Komfort und der Akkulaufzeit halten.




Manche Kameras setzen hierbei auf recht teure Akkus die nur vom Hersteller erhältlich sind. Bei anderen Kameras gibt es auch Zusatzakkus wesentlich günstiger von Drittherstellern. Andere setzen ganz auf Standard Akkus (AAA oder AA) die mit jedem handelsüblichen Ladegerät geladen werden können. Wichtig ist auf jeden Fall die aktuelle Lithium-Ionen Technologie. Andere, veraltete Technologien leiden zu sehr und mangelnder Leistung bei häufigem Nachladen.

Ärger. Neben dem Akku sorgt der interne Speicher oft für Ärger. Denn der ist bei vielen aktuellen digitalen Kameras entweder winzig oder erst garnicht vorhanden. Eine Speicherkarte ist daher unbedingt notwendig. Die meisten kompakten Kameras setzen auf günstige SD-Karten, die mit bis zu 64GB oderntlich viel Platz für Fotos bieten. Digitale Spiegelreflexkameras setzen dagegen häufiger auf den etwas teureren dafür aber auch oft robusteren und schnelleren CF-Speicher.

 5. Super-Zoom oder Weitwinkel?

Ein optischer Zoom sollte bei der Wahl der richtigen Digitalkamera unbedingt vorhanden sein. Denn wer nur einen digitalen Zoom hat, zoomt auf Kosten der Bildqualität.

Super-Zoom Kameras sind oft etwas dicker als normale Kompaktkameras, holen dafür aber auch fernste Objekte ganz nah ran.

Ein Weitwinkel ist dann nützlich, wenn man möglichst viel auf ein Bild bekommen möchte, dem se ein Weitwinkelobjektiv ans Herz gelegt. Dann mus man bei dem nächsten Familienfoto auch nicht ständig sagen: „Bitte noch etwas näher zusammenrücken!“.

6. Funktionsumfang

Der Funktionsumfang einer digitalen Kamera ist natürlich wichtig. Dabei sollte man sich selbst die Frage stellen, was einem an Funktionen wirklich wichtig ist. Moderne digitale Kameras bieten oft Panoramabilder, HDR-Fotos, Gesichtserkennung, Lächel-Erkennung und vieles mehr. Dafür fehlt es dann oft an der manuellen Einstellmöglichkeit. Wer also schnell mal Schnapschüsse von sich un der Familie machen möchte und diese mit ein paar coole Effekten aufpeppen möchte, ist mit einer Kompaktkamera gut bedient.

Wer allerdings etwas ambitionierter ist, Blende, Tiefenschärfe, Belichtungszeit und Weissabgleich manuell einstellen möchte, ist häufig mit einer Bridge-Kamera oder einer digitalen Spiegelreflexkamera besser bedient.

7. Videofunktion

Moderne Kameras bieten in den aller meisten Fällen eine Videofunktion. Oftmals bieten Kameras sogar volle HD-Auflösung. Die Bildqualität und besonders die Qualität des Tons unterscheiden sich dabei oft aber sehr stark. Mit guten digitalen Spiegelreflexkameras kann man mit etwas Übung und der notwendigen Ausrüstung fast kinoreife Bilder einfangen, Die kleinen kompakten Digitalkameras dagegen fangen schnell und zuverlässig Erinnerungen ein, wenn auch nicht immer in brillianter Qualität. Dafür können sie aber auch ohne Probleme in der Jackentasche mitgenommen werden.

Am besten recherchiert man vor dem Kauf der Kamera, wie gut die Videofunktion ist. Auf Youtube finde sich häufig Beispielfilme von Nutzern. Diese sind wesentlich realistischer als die Werbefilme der Hersteller.

8. Sonstige Funktionen

Facebook-Anbindung, WiFi oder GPS-Markierungen sind tolle Spielereien, aber nicht für jeden unbedingt notwendig. Zudem saugen viele dieser Features auch noch kräftig am Akku. Wer sie nicht benötigt, spart also nicht nur Geld.

9. Die eigenen Vorlieben

Bei den vielen unterschiedlichen Modellen der Hersteller findet jeder eine passende Digitalkamera. Dabei sollte man sich vorher Beispielbilder angesehen haben, die Kamera in der Hand halten und im Besten Falle auch mal ein paar Minuten selbst getestet haben. Mit diesen Tipps findet jeder die Digitalkamera die zu ihm passt.

Fazit zum Digitalkamera-Kauf

Die „richtige“ Kamera zu finden ist nicht ganz einfach. Wichtig ist es die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen zu erkennen und an Hand derer die beste Kamera auszusuchen. Hilfreich dabei sind auch Digitalkamera Berater, die einem online zu seinen Bedürfnissen  passende Kameras anzeigen. Toll und einfach zu bedienen finde ich den Digitalkamera-Berater von Amazon.

Hier kann man sich ganz einfach nach Eingabe seiner Bedürfnisse passende Digitalkameras anzeigen lassen. Toll!

Digitalkamera-Berater

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2 Antworten

  1. Claas sagt:

    @Nico:

    Da solltest Du eine Spiegelreflex mit zusätzlichem Blitz nehmen. EOS600D mit dem Speedlite 430II und schon sind Deine Sorgen vorbei 😉 Kostet allerdings rund 800 Euro.

    Gruß
    Claas

  2. Nico sagt:

    Ich suche noch eine Kamera für gute Nahaufnahmen von Lebensmitteln und Gerichten. Habt ihr da einen Tipp? Bei künstlichem Licht…

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